„In der KjG lernen Kinder und Jugendliche, sich eine eigene Meinung zu bilden sowie soziale und politische Verantwortung zu übernehmen.

Die Katholische junge Gemeinde (KjG) ist ein Kinder- und Jugendverband, in dem junge Menschen bei gemeinsamen Aktivitäten christliche Werte leben, lernen sich eine eigene Meinung zu bilden sowie soziale und politische Verantwortung zu übernehmen.

Wir geben Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Raum, einander zu begegnen, Spaß zu haben, sich weiter zu entwickeln und eigene Zugänge zum Glauben zu finden. In unserem Verband machen wir uns stark für Demokratie, Solidarität und Gerechtigkeit, auch in Kirche und Gesellschaft.“


Von der Bundeskonferenz 2012 beschlossen, beschreibt das Statement kurz und prägnant das Selbstverständnis und die Aufgaben der KjG. Innerverbandlich dient es dazu, sich auf die wichtigsten Inhalte und Grundlagen zu verständigen. So kann eine (noch bessere) Identifikation mit der KjG und ein gemeinsames Verständnis geschaffen werden.

Nach außen gerichtet, etwa an die Öffentlichkeit oder auch an potentielle Mitglieder, gibt das Mission Statement wieder, wofür die KjG steht und was man von ihr erwarten kann. Das Mission Statement ersetzt weder die Grundlagen und Ziele noch die Satzung, sondern konkretisiert sie und soll vielmehr zur Verwirklichung der Grundlagen und Ziele beitragen.

Was bisher geschah…

Von den Vorläufern der KjG im 19. Jahrhundert bis heute: Es hat sich eine Menge getan in der Kinder- und Jugendarbeit.

Kritisch und engagiert waren KjGler*innen aber immer. Seht selbst!

1983: Aufstehen für Abrüstung in Norwegerpullis

Die Anfänge

1896
Der „Katholische Jungmännerverband“, der Vorläuferverband der „Katholischen Jungmännergemeinschaft“ (KJG), wird in Düsseldorf gegründet. 

1915
Der Zentralverband der „Katholische Jungfrauenvereine Deutschlands“, der Vorläuferverband der „Katholische Frauenjugendgemeinschaft“ (KFG), wird ebenfalls in Düsseldorf gegründet.

1938
Die NS-Herrschaft in Deutschland verbietet die katholischen Jugendverbände als eigenständige Organisationen.

1947
Gründung der „Katholische Jungmännergemeinschaft“ (KJG).

Die nach Kriegsende wieder belebten katholischen Jungendverbände schließen sich unter einem Dachverband, dem „Bund der Deutschen Katholischen Jugend“ (BDKJ) zusammen. (24. bis 28. März 1947 im Jugendhaus Kloster Hardehausen bei Paderborn.)

1954
Gründung der „Katholische Frauenjugendgemeinschaft“ (KFG)
Ihre Aufgabe sieht die KFG darin, „das Leben der Jugend in der Gemeinde zu aktivieren und soziale Aufgaben zu übernehmen.“

1966
KFG und KJG arbeiten erstmals zusammen und führen eine gemeinsame Aktion („Aktion Mosaik“) durch. (Becher S. 30-31)

Gründung der KjG

1968
Erstes großes Deutschlandtreffen von KFG und KJG in Münster:
Unter dem Motto „Zur Antwort bereit“ treffen sich rund 13.000 Jugendliche und Mitglieder beider Verbände.

1969
Auf einem zweite Deutschland-Treffen in Würzburg geben sich KFG und KJG gemeinsame „Grundlagen und Ziele“, die sowohl pädagogische wie auch politische Akzente enthalten und – in leicht veränderter Form – bis heute die theoretische Basis bilden.

1970
Gründung der Katholischen jungen Gemeinde

Die KJG (Katholische Jungmännergemeinschaft) und die KFG (Katholische Frauenjugendgemeinschaft) schließen sich zusammen und einigen sich auf der Bundeskonferenz vom 12. – 17.06.1970 in Altenberg auf den neuen gemeinsamen Namen „Katholische junge Gemeinde“. Die Abkürzung KjG bleibt also, steht aber seitdem für „Katholische junge Gemeinde“. Erklärtes Ziel der neuen KjG ist es, das Leben in der Pfarr- und Bürgergemeinde bewusst mitzugestalten.

Die 1970er Jahre

In den 1970er und 1980er Jahren prägten starke Konflikte mit der Deutschen Bischofskonferenz den Verband nach innen und das Bild der KjG nach außen. Der sich als demokratisch verstehende Verband kritisierte zum Beispiel starre Hierarchien in der Kirche und das offizielle katholische Frauenbild.

1972
Als Abschluss der 1970 eingeleiteten Aktion “Konfrontationen und …“ fand in Fulda das zweite Delegiertentreffen statt. Im Rahmen  dieser Aktion hatte sich die KjG den Bedürfnissen junger Menschen gestellt, Themen waren: Zukunftsfragen, Gottesdienst, Rauschgift, Kinderfeindlichkeit, Straffälligkeit von Jugendlichen, Behinderte in der Gesellschaft, Friede, Entwicklungshilfe und Demokratisierung.

1974
Die Bundeskonferenz spricht sich dafür aus, sich in Zukunft mehr für die Kinderstufe einzusetzen. Die Aktion „Kinder, wo drückt Euch der Schuh?“ wird initiiert und läuft bis 1977.

1976
Sechs Jahre nach Gründung der KjG werden die Grundlagen und Ziele mit einer Fußnote versehen, die folgendermaßen lautet: „Entsprechend Nr. 2 der Bundesordnung der KjG, ist die Mitgliedschaft von Christen anderer Konfessionen möglich.“

1977
Zum dritten Delegiertentreffen reisen in 7 Sonderzügen 7000 KjGlerinnen und KjGler nach Aachen: Auf der bundesweiten Großveranstaltung „FORUM AACHEN 77“ formulierten dann 8000 Jugendliche über drei Tage hinweg ihre Probleme mit Schule, Betrieb und Gemeinde und verfassten ihre Veränderungsvorstellungen. Das Forum Aachen bildet den Auftakt zur bundesweiten Aktion „Nicht Schweigen – Handeln“, von der im KjG-Songbuch 1 auch das Lied abgedruckt ist (KjG Songbuch 1, Seite 5, „Schweig Nicht, Handle!). Bei dieser Aktion handelt es sich um ein Programm gegen Leistungsdruck, Vereinzelung und Manipulation. Jugendliche kommen zu Wort, weisen auf ihre Probleme in Schule, Betrieb und Gemeinde hin und treten für gesellschaftliche Werte wie Selbstbestimmung, Partnerschaft und Solidarität ein. Der Satz „Vom Freizeitverband zum politisch handelnden Jugendverband“ macht Schlagzeilen.

Mehr zum Forum Aachen und zur bundesweiten Aktion „Nicht Schweigen – Handeln“

Die Projektmethode hält Einzug in die KjG-Arbeit.

1977/78
Aufgrund des Konflikts mit der Deutschen Bischofskonferenz – die Bischöfe entziehen der Bundesleitung und den überdiözesanen Gremien das Vertrauen – beginnt in der KjG eine breite Selbstverständnis- und Perspektivdiskussion, die vor allem auf eine innerverbandliche Konsensbildung und auf eine Verständigung mit den Bischöfen abzielt. Gleichzeitig setzt sich die KjG aber auch bei vielen Fachtagungen und Diskussionen kritisch mit ihren eigenen Konzepten und den vielfältigen Anfragen daran auseinander. Die „Orientierungspunkte“ werden entwickelt, ein sogenannten kommunikatives Papier, das die strittigen und unstrittigen Punkte des Kurses von KjG-Bundesebene aufzeigen und Richtungen für die Weiterarbeit benennen soll. Damit ist ein erster Schritt in Richtung innerverbandliche Konsensbildung getan.

1979
Um 1979 entsteht die Mädchen- und Frauenarbeit in der KjG, da eine große Unzufriedenheit von Frauen über Diskriminierungen ihnen gegenüber besteht. Strukturelle Probleme werden identifiziert. Anfangs stößt die Frauenarbeit auf massive Vorbehalte, da sie die Verbandspraxis in Frage stellt und zu Konflikten auf der persönlichen Ebene führt. (Becher, S. 38)

1979 findet eine bundesweite Tagung zum Thema „Frauen in Leitungsämtern“ statt. Eine daraus entstehende Projektgruppe „Frauen in der KjG“ analysiert den geringer werdenden Anteil von Frauen in Leitungsämtern und bei Vertretungsaufgaben. (Becher, S. 39)

Die Bundeskonferenz beschließt sich für einen Ausstieg aus der Atomenergie einzusetzen.

Die 1980er Jahre

Demos gegen Atomkraft, Aufstehen für Abrüstung sowie der Skandal rund um das rote Songbuch bestimmen die 1980er Jahre.

1980
Die Bundeskonferenz schreibt einen solidarischen Gruß an die Kernkraftgegner*innen in Gorleben und äußert in einem Brief an die Bischofskonferenz ihre Betroffenheit darüber, dass – laut römischer Kongregation für Sakrament und Gottesdienste – Frauen die Funktion eines Akolythen (Messdieners) untersagt ist.

1981
Mit der Aktion „Aufstehen für Abrüstung“ fordert die KjG Friedenssicherung durch Abrüstung und wendet sich gegen die atomare Abschreckung und insbesondere gegen die im NATO-Doppelbeschluss festgelegte Stationierung von Mittelstreckenraketen. Anliegen dieser Aktion war es auch Unfriedenssituationen im Alltag aufzuzeigen und anzugehen.

Am 1. Januar wird der neue Mitgliedsausweis mit Beitragsmarken eingeführt.

1983
Beginn der Schwerpunktthemen Umweltschutz und Frieden
Im Jahr 1983 brachte die KjG nach einem sehr erfolgreichen ersten „Song-Buch“ (dem „Blauen“) ein zweites Liederheft (das „Rote“) heraus, in welchem u.a. deutsche Volkslieder enthalten waren, die einige „kritische“ Themen thematisierten.

Erste Bundesfrauentagung zum Thema „Frauenarbeit in der KjG“ dient der Vernetzung von Frauen aus den Diözesanverbänden und der Ideenentwicklung für Frauenarbeit und –politik. (Becher, S. 39)

1984
Die Bischofskonferenz sieht rot. Das rote Songbuch der KjG entfacht einen Konflikt, bei dem es um mehr geht als um ein paar Lieder.

Mehr zum „roten Songbuch der KjG“

Auch andere Publikationen von KjG-Bundes- und Diözesanebene werden der Inhalte wegen angemahnt. Die Bischofskonferenz fordert die KjG auf, die Grundlagen und Ziele zu überarbeiten.

1985
Der „Offene Brief der Bundesleitung zum 8. Mai 1985“ schlägt Wellen. Es schließt sich ein zweijähriger bundesverbandlicher Prozess an, in dem die KjG klärt, für welche Forderungen sie in den Bereichen Ökologie, Frieden, Frauen, Eine Welt steht.

Das Projekt „Arche Noah – Umweltaktion von Kindern“ ist geboren. Damit will die KjG bundesweit Kindern ermöglichen, die Schönheiten und Abläufe der Natur bewusst zu erleben, aber auch Gefahren zu erkennen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Möglichkeiten für eigene Handlungsoptionen wurden aufgezeigt.

Auf der Bundeskonferenz werden drei frauenrelevante Anträge verabschiedet:

Der erste ist ein Antrag zur Frauenarbeit, die fortan zu einem Schwerpunkt der Arbeit des Bundesverbandes wird. Weiterhin wird die Einrichtung geschlechtsgetrennter Konferenzen beschlossen sowie eine Art Bevorzugungsregelung bei Personalentscheidungen, die vorgibt, Frauen bei gleicher Qualifikation den männlichen Bewerbenden vorzuziehen. (Becher, S. 39)

1986
Der Eröffnungsgottesdienst der Bundeskonferenz 1986 findet am Bauzaun der Wiederaufbereitungsanlage (WAA) in Wackersdorf statt. Die Bundeskonferenz beschließt die „Wackersdorfer Zusage“: Alle Diözesanverbände verbringen im Laufe des nächsten Jahres ein Wochenende in Wackersdorf, gestalten Andachten am Franziskusmarterl und protestieren gegen die WAA.

 Die Selbstverständnis- und Perspektivdiskussion der KjG findet mit der Verabschiedung einer „Standortbestimmung der KJG in der Kirche“ ihren (vorläufigen) Abschluss. Es ist keine Antwort auf die Altöttinger Forderungen der Bischofskonferenz von 1984, sondern die selbstbewusste Beschreibung des Standortes der KjG in der Kirche. Obwohl diese Diskussion viele Kräfte gebunden hat, setzt die KjG neue Schwerpunkte und Initiativen, herausgefordert durch die Jugendproteste und die „neuen“ sozialen Bewegungen. Will die KjG ihren eigenen Ansprüchen gerecht werden, so muss sie sich jetzt „einmischen“.

Die erste Bundesfrauenkonferenz findet statt.

1987
Der 1985 begonnene Prozess sollte auf der Bundeskonferenz 1987 in Fulda abgeschlossen werden. Dies wird durch Erzbischof Dyba verhindert, der aus dem Frauenpapier herausliest, dass sich die KjG angeblich für die Freigabe der Abtreibung einsetze.

1988
Auf Bundesebene sorgt dieses Mal das KDV-Programm für Kontroversen mit den deutschen Bischöfen.

Aus dem Widerstand gegen die Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf entsteht die Aktion „Energisch wenden“, bei der es um alternative Energiepolitik und die Ablehnung von Atomkraft geht.

1989
Die erste Bundesmännerkonferenz findet statt.

Die 1990er Jahre

Die 1990er Jahre stehen ganz im Zeichen von Geschlechtergerechtigkeit. Hierbei werden entsprechende Instrumente zur Umsetzung eingeführt, die Satzung angepasst. Diese Parameter haben bis heute Bestand.

1990
4. Delegiertentreffen in Neuss: „SIGNALE ´90“

SIGNALE ´90, das Bundesdelegiertentreffen ist Feiern (20. Geburtstag der KjG), Diskutieren und Handeln. Die Themen, mit denen sich die KjG beschäftigt, bilden die vier Themenzentren: „Das Kreuz mit dem Frieden – KjGlerInnen widerstehen Krieg- und Kriegsvorbereitung“, „Energisch wenden – KjGlerInnen engagieren sich für die Schöpfung“, „Genug für uns alle! KjGlerInnen ergreifen Partei für eine gerechte Welt“, „Mit uns muss man rechnen – KjGlerInnen bestimmen ihre Zukunft selbst“. 1.500 KjGlerInnen sind in Neuss zusammen gekommen.

Zentrale Beschlüsse der Bundeskonferenz 1990

1991
Redefluss im Reißverschluss
wird als Methode auf der Bundeskonferenz erstmalig eingeführt. Es kommen immer ein Mann und eine Frau abwechselnd zu Wort, wenn sie sich melden. (Becher, S. 44)

Zentrale Beschlüsse der Bundeskonferenz 1991

1992
Die bundesverbandliche Aktion „Öko Kredit 2000“ startet und es erscheinen Hefte zu den Themen Müll, Verkehr, Umwelt und Entwicklung, Energie sowie Ökologisierung vor Ort. Mit der Aktion wendet sich die KjG gegen Treibhauseffekt und tritt für einen bewussteren Umgang mit Ressourcen ein.

Einführung der Parität in Leitungsämtern auf Bundesebene.

Zentrale Beschlüsse der Bundeskonferenz 1992

1993
Wir mischen mit

Der „Weltkindertag 1993“ steht ganz im Zeichen der Aktion „Wir mischen mit“. Kindermitbestimmung war das zentrale Thema und eine konkrete Aktion die Übergabe von Meinungspostkarten an die damalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth.

Einführung von paritätischen Delegationen zur Bundeskonferenz.

1994
Mit dem im KjG-Verlag erschienen Buch „Frauen voll Macht“ wird der Versuch unternommen, feministische Spiritualität für einen Jugendverband wie der KjG zu buchstabieren. Der Verkauf des Buches wird nach einem Konflikt mit der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz verboten und auch der innerverbandliche Gebrauch wird nur unter Auflagen zugelassen. (Becher, S. 45)

Auf der Bundeskonferenz 1994 wird eine Überarbeitung der Satzung verabschiedet, mit der die Geschlechterparität in den Leitungsämtern auf allen Ebenen eingeführt wird. (Becher, S. 45)

1995
25 Jahre Katholische junge Gemeinde – die Feierlichkeiten häufen sich in der KjG. Die Bundesstelle zieht in ein eigenes Gebäude nach Neuss. Der KjG-Verlag hat massive finanzielle Probleme. Dies wirkt sich auf die KjG-Bundesstelle aus: Es muss Personal entlassen werden und eine Beitragserhöhung ist unumgänglich.

Neufassung der Grundlagen und Ziele: Die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern wird als wichtiges Prinzip darin aufgenommen (Becher, S. 46).

Die Altenberger Erklärung zum Amt der Geistlichen Leitung wird auf der Bundeskonferenz verabschiedet.

L.u.St.-Projekt: Steht für „Leiten und Streiten“ und will ehrenamtliche Leitungskräfte unter einem geschlechtsbezogenen Blickwinkel für ihre Arbeit qualifizieren. Ein Jahr später finden mehrere Weiterbildungsseminare  zur geschlechtsbezogenen Pädagogik statt. Auf der Grundlage der dort gemachten Erfahrungen erscheint eine Handreichung zur Thematik. (Becher, S. 46)

 1998
„Auf die Plätze Arbeit – los!“
war eine Aktion der KjG für Jugendliche und junge Erwachsene zum Thema Arbeit.

1999
Das 1995 bezogene Bundesstellengebäude in Neuss wird verkauft. Die KjG-Bundesstelle bleibt als Mieterin im Haus, muss aber näher zusammenrücken.

Auf Bundesebene findet mit großem Zuspruch die kinderpolitische Aktion zum Thema Arbeit „Abenteuer mit Josefine Biene“ statt.

Auf der Bundeskonferenz wird beschlossen, die bundesverbandliche Großveranstaltung eventure2001 in Trägerschaft des Diözesanverbandes Freiburg zu veranstalten. Alle Diözesanverbände sagen ihre Mitarbeit zu.

2000 – die Nullerjahre

Die Nullerjahre des 21. Jahrhunderts sind gekennzeichnet von Kooperationen, Großveranstaltungen,  Nachhaltigkeit, Umzug der Bundesstelle sowie Publikationen und größeren Aktionen im Bereich Geschlechterdemokratie.

2000
Die Bundeskonferenz beschließt eine Stellungnahme zur Abschaffung der Wehrpflicht. Außerdem wird ein neues Bundesleitungsmodell verabschiedet, in dem sowohl die Stelle der Geistlichen Leitung wie die Stelle der Geschäftsführung nicht mehr auf ein Geschlecht festgelegt sind.

2001
„eventure 2001“

findet in Mannheim statt. Bei der bundesweiten Großveranstaltung der KjG erleben 3600 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene vier Tage lang die KjG mit regionalen Aktionen, Workshops, Konzerten und Gottesdienst. „eventure 2001“ ist auch Startschuss für die Kampagne „enjoy the difference“ zum Thema Toleranz.

Im Jahr 2001 setzte sich die Bundesleitung der KjG zum Ziel die Mädchenarbeit des Gesamtverbandes sowohl theoretisch-konzeptionell als auch methodisch auf „neue Füße“ zu stellen. Heraus kam zunächst ein Positionspapier zu den Themen Mädchensein und Mädchenarbeit. Der zweite Schritt zur Weiterentwicklung der Mädchenarbeit bestand in der Idee zu einem Mädchenprojekt, an dem möglichst viele beteiligt sein sollen: die Bundesleitung, das Frauenpräsidium, der Frauen-AK, die Leiterinnen der Diözesen, die Gruppenleiterinnen und vor allen Dingen die Mädchen selbst.

Gründung Kooperation der Leitungen der Bundesfrauen- sowie der Bundesmännerkonferenz.

KjGay– das LesBiSchwule Netzwerk der KjG gründet sich.

2002
enjoy the difference

Am 3. Februar 2002 ist die Kampagne für mehr Toleranz enjoy the difference mit einer Abschlussveranstaltung in Berlin zu Ende gegangen. Die Website dokumentiert die Kampagne von Anfang bis Ende.  

TRIALOG– together in difference
…ist das multireligiöse Dialogprojekt von BJSD, KjG und MJD
Drei Verbände, der Bundesverband Jüdischer Studenten in Deutschland (BJSD), die Katholische junge Gemeinde (KjG) und die Muslimische Jugend in Deutschland (MJD) haben sich auf einen gemeinsamen Weg gemacht. Auf diesem Weg ging es darum, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich gegenseitig kennen zu lernen. Es ging aber auch darum sich selbst besser kennen zu lernen.

Es gibt ein gemeinsames Ziel für dieses Projekt: „Alle drei Verbände wollen dem friedvollen und gleichberechtigten Zusammenleben verschiedener Religionen in Deutschland einen Schritt näher kommen.“ Ein paar Schritte sind wir schon gemeinsam gegangen. Diese werden auf der Website zum TRIALOG dargestellt. Es werden nicht alle Schritte bis ins Detail erfasst, aber es werden Einblicke und Eindrücke vermittelt. Die Erfahrungen mit dem Projekt und die Informationen auf der Website zum TRIALOG sollen Lust machen, sich selbst auf den Weg des Dialogs mit anderen Religionen zu begeben.

Schoko sucht Lade
…war das Kinderstufenprojekt des KjG-Bundesverbands zum Thema Fairer Handel und Schokolade. Es war ein interaktives Projekt, an dem viele Kindergruppen teilnehmen konnten. Dazu gab es begleitend mehrere Arbeitshefte, eine Homepage und weitere Aktionen, wie z.B. ein Online-Memory-Spiel oder ein Fotowettbewerb.

2003
generation xy – keine musterknaben

Von April 2003 bis Juni 2004 hat der KJG Bundesverband das jungenpädagogische Onlineprojekt „generation xy – keine musterknaben!“ für 14-16-Jährige durchgeführt. Viele Jungen und Männer haben in diesem Zeitraum an dem Projekt teilgenommen und die Homepage des Projektes besucht. Abschließend wurde eine Arbeitshilfe für Gruppenleiter erstellt.

2004
4girls – Das Mädchenprojekt der KjG

4girls war das Mädchenprojekt der KjG für Mädchen im Alter von 11 bis 14 Jahren. Es begann 2004 und endete mit dem Erscheinen der „4girls XXL“. Bei dem Projekt ging es um Mädchenthemen und Mädchenideen. Ein Jahr lang wurden Zeitschriften zu verschiedenen Themen wie Freundschaft, Körper und auch Gewalt herausgegeben und nicht zuletzt viele spannende Materialien für Gruppenstunden und  die Arbeit mit Mädchen zur Verfügung gestellt. Anschließend haben die Mädchen eine selbstgestaltete Zeitung zurück geschickt. Die besten Ideen wurden prämiert und auf Grundlage derer eine Methodenmappe für die Mädchenarbeit erstellt. Am Projekt haben über 800 Mädchen aus ganz Deutschland teilgenommen.

Beschluss der Bundeskonferenz: „Wir starten eine Offensive“ – Beginn der Planungen einer Verbandsoffensive, die später den Namen „menschkomm – KjG bewegt.“ erhält.

 Das Leitbild Gender Mainstreaming wird herausgegeben.

 2005
„feel the spirit“

…war das internationale Begegnungszentrum von KjG und FIMCAP auf dem XX. Weltjugendtag 2005 in Köln. Über 20.000 Jugendliche haben diese fünf Tage im August unter der Mülheimer Brücke zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Pilger und Pilgerinnen aus Deutschland und der ganzen Welt, darunter viele, viele KjGlerinnen und KjGler und Jugendliche aus den Mitgliedsverbänden der FIMCAP, kamen um zu feiern, sich zu stärken, sich auszuruhen oder zu besinnen. Aber auch Menschen aus der Nachbarschaft, Prominente, Politiker, Bischöfe und Kardinäle waren bei uns zu Gast.

Das Gender Mainstreaming Starter-Kit erscheint. Es beinhaltet Informationen zu Geschlechtergerechtigkeit in der KJG, einen Leitfaden zu GM in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, zwei Methodenvorschläge für die Gruppenstunde  sowie weitere niederschwellige Methoden, die alle Sinne ansprechen (Kneten, Riechen, Schmecken, Hören, Sehen).

2006
menschkomm!
…hat die KjG bewegt. Ein Jahr lang, von September 2006 bis Oktober 2007, haben über 10.000 KjGlerinnen und KjGler in 400 Gruppen ihren Glauben, ihr Leben, Denken und Handeln reflektiert und in der Öffentlichkeit präsentiert. Es wurde eine Dokumentation erstellt: Sie ist 72 Seiten stark, durchgehend farbig bebildert und im menschkomm-Layout. Dazu gibt es viele Infos und Geschichten zu den einzelnen Profilbereichen, zum LautStark!-Kindergipfel, sowie weiter führende Hintergrund-Infos zur Strategie und zum Design des erfolgreichen Projektes. Die Dokumentation ist eine Fundgrube von Erinnerungen und Anregungen für die KjG-Arbeit.

2007
18.10.2007: Umzug der Bundesstelle zurück in das Jugendhaus Düsseldorf e.V..

LautStark! Der Kinder- und Jugendgipfel in Mainz (13.-16.09.2007)

2007 gab es LautStark! zum ersten Mal: Als Abschlussveranstaltung der bundesweiten KjG-Mitgliederaktion „menschkomm!“ entwickelten Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland in verschiedenen Workshops Ideen für die Gesellschaft von morgen und präsentierten der Politik ihre Botschaften im Mainzer Landtag.

Spiele, Spaß, ein abwechslungsreiches Abendprogramm und viele nette Leute kamen bei LautStark! natürlich auch nicht zu kurz. LautStark! 2007 war eine Veranstaltung des KjG Bundesverbandes in Kooperation mit dem KjG Diözesanverband Mainz.

Beginn der Mitgliedschaft in der Bundesarbeitsgemeinschaft Mädchenpolitik, welche vor allem der Vernetzung mit Akteurinnen in der Mädchen- und Genderarbeit sowie dem gegenseitigen Austausch zu aktuellen Entwicklungen und Fragestellung die Thematik betreffend dient.

2008
Ab der Bundeskonferenz 2008 – kein*e Geistliche*r Leiter*in auf Bundesebene bis 2010

UTOPIAjetzt!
…war die Großveranstaltung des KjG Bundesverbands in Kooperation mit dem Diözesanverband Würzburg Anfang Mai 2008 in Würzburg. 2.500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsen kamen zusammen, um ihre Visionen von einer lebenswerten Zukunft zu entwerfen und um diese in die Welt zu tragen. Vier Tage lang wurde diskutiert, gefeiert, kennengelernt, an Workshops teilgenommen, demonstriert und vieles mehr…

Diese vier aufregenden Tage dokumentiert die INFAM-Sonderausgabe II/08 auf 36 farbigen Seiten mit tollen Fotos und spannenden Texten.

Das Leitbild Mädchen- und Frauenarbeit der KjG wird veröffentlicht

2009
KlimaCup:

Fußball, Südafrika, Klimawandel? Wir bleiben am Ball! Anpfiff war der 01.12.2009.
Beim KlimaCup brachte der KjG-Bundesverband den Ball ins Rollen: Ein Projekt für mehr Klimaschutz und bessere Zukunftsbedingungen für Kinder und Jugendliche weltweit.

Ein Online-Projekt, in dem KjG-Gruppen zur Aufgabe hatten, CO2 einzusparen und diese Einsparungen sich sponsern zu lassen. Mit dem Geld wurden dann Klimaprojekte in Südafrika und Indien unterstützt. Projektpartner waren Misereor und die Wise Guys, sowie die Goedgedacht-Farm in Südafrika.

Verbandsentwicklungsprozess
Auf der Bundeskonferenz 2009 hat die KjG einen Verbandsentwicklungsprozess für den Bundesverband beschlossen und gestartet. Seitdem arbeiteten viele KjGlerinnen und KjGler daran, ihren Verband fit für die Zukunft zu machen. Seit dem war der Verbandsentwicklungsprozess und seine Ergebnisse jedes Jahr Thema auf den Bundeskonferenzen. Ergebnisse sind z.B. die Einrichtung des KjG-Bundesrats, der Beschluss „besser aufstellen“ – ein Organisations- und Strukturbeschreibung des Bundesverbands, die Entwicklung eines Mission Statements, die Versuche das Corporate Design der KjG zu überarbeiten, ein Ehemaligennetzwerk zu initiieren etc.

Einen chronologischen Überblick bietet diese Übersicht.

missio-KjG-Kinderaktion 2009
Unter dem Titel „Komm mach mit: Miteinander Frieden bauen“ laden die KjG und missio ein, sich zum Monat der Weltmission im Oktober – und darüber hinaus – mit den nigerianischen Kindern zu solidarisieren. Dabei unterstützen die Materialien zur Kinderaktion die Kinder, das westafrikanische Land Nigeria kreativ und spielerisch zu entdecken und kennen zu lernen. Die Materialien wurden gemeinsam von KjG und missio entwickelt.

Die Gender & Gender Mainstreaming Material- und Methodenmappe für geschlechtergerechtes Arbeiten in der KjG wird veröffentlicht.

Die Sexualpädagogische Arbeitshilfe „Erste allgemeine Verunsicherung“ erscheint.

Ab 2010

Die 2010er-Jahre zeichnen sich durch zahlreiche Umstrukturierungen im Bundesverband aus.

2010
Die KjG richtet die FIMCAP-Generalversammlung in München aus.

LautStark! in Karlsruhe (23.-26.09.2010)
Beim Kinder- und Jugendgipfel der KjG in Karlsruhe haben 120 Jungen und Mädchen aus ganz Deutschland Ideen für eine bessere Welt entwickelt.

Kommunales Wahlrecht ab 16, Mitsprache bei der Einstellung von Lehrerinnen und Lehrern, Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe, kostenlose Sprachkurse für Menschen mit Migrationshintergrund – das sind einige der Forderungen, die die Kinder und Jugendlichen von „LautStark!“ an die Politik richten.

Diese und noch weitere Forderungen wurden von den Kindern und Jugendlichen mit Johannes Stober (SPD), Gisela Splett (Die Grünen) und Dr. Hans-Ulrich Rülke (FDP) vom Landtag von Baden-Württemberg diskutiert.

missio-KjG-Kinderaktion 2010
Unter dem Titel „Komm, mach mit: Füreinander Herz sein!“ erschienen die Materialien der missio-Kinderaktion in Kooperation mit der KjG. Dieses Jahr tauchen sie ein in die indische Welt, in die Welt der Tempel, der Gewürze, Farben und Saris. Für die Arbeit mit den Kindern gibt es verschiedene Materialien, wie z.B. eine Wandzeitung, ein Aktionsheft, eine Zeitung für Kids und ein Spendenkästchen.

2011
Änderung der Strukturen:

Der Bundesrat wird mit dem Beschluss der neuen Satzung und der bundesverbandlichen Gremienstruktur von der Bundeskonferenz 2011 eingeführt. Er tritt anstelle des Bundesausschusses und soll die Arbeit der Diözesanverbände und des Bundesverbandes enger miteinander verzahnen.
Der Bundesrat der Katholischen Jungen Gemeinde (KjG) berät über die Arbeit des KjG Bundesverbandes und beschließt über dessen laufende Angelegenheiten. Er setzt sich zusammen aus je einer Vertreterin und einem Vertreter aus jedem der 24 Diözesanverbände der KjG und tritt zweimal im Jahr (im Herbst und Frühjahr) zusammen.

missio-KjG-Kinderaktion 2011
Titel: „Komm, mach mit: Gemeinsam unterwegs!“ In diesem Jahr laden KjG und missio Kindergruppen und Schulklassen dazu ein, den Senegal besser kennenzulernen.

Die kostenlosen Materialien, zum Bestellen oder als Download, bieten Hintergrundinformationen und Aktionsideen für die Gruppenstunde, Kinderfreizeiten oder den Religionsunterricht

2012
Die KjG gibt sich nach einjähriger Erarbeitungsphase ein Mission Statement .

Bin…da!
Ein dezentrales Gottesdienstprojekt des KjG-Bundesverbands. Am Wochenende vom 23. bis 25. November zeigten KjG-Pfarreien und Gemeinden, dass sie da sind und dass wir als KjG mit unserer eigenen Spiritualität unsere Kirche bereichern. Alle KjG-Gruppen waren dazu aufgerufen, eigene Gottesdienste zu gestalten und zu feiern. Dazu gab es verschiedene Materialien, wie z.B. eine Arbeitshilfe, einen bin…da-Song und eine interaktive Online-Landkarte. Weit über 100 Gruppen machten mit.

Mehr davon:
2012 wurde die Kampagne für Mitgliedergewinnung und -pflege des KjG-Bundesverbandes gestartet: „mehr davon“. Von was? Na von KjGlerinnen und KjGlern! Und von guten Ideen, wie man Lust auf die KjG machen kann! Dafür wurde eine Broschüre mit Ideen für die Mitgliedergewinnung und -pflege bei der 72-Stunden-Aktion entwickelt und eine allgemeine Online-Materialsammlung zum Thema Mitgliedergewinnung und -pflege erstellt. Die Ideenwerkstatt geht aber weiter und ist bis dato noch nicht abgeschlossen. 

missio-KjG-Kinderaktion 2012
Titel: „Komm, mach mit: Spielend Papua-Neuguinea entdecken“. Im neuen Gewand präsentiert sich die gemeinsame Kinderaktion von missio und der KjG in diesem Jahr: Mit einem Quartett-Spiel können Kindergruppen und Schulklassen spielerisch das Land Papua-Neuguinea entdecken.

 Nachdem der Versuch, in der bisherigen Struktur der Bundesfrauen- und Bundesmännerkonferenz neue Akzente zu setzen, gescheitert ist, werden beide Konferenzen – nach heftigen Debatten-  schlussendlich auf der Bundeskonferenz 2012 abgeschafft. Der Beschluss zum Thema: HIER .

Die Arbeitshilfe zur Jungen- und Männerarbeit erscheint. Sie bietet eine breite Methodensammlung , die vor allem für die praktische Arbeit mit Jungen gedacht ist.

2013
POLITIX

2013- im Jahr der Bundestagswahl – startete das jugendpolitische Projekt „POLITIX – mitmischen und verändern“ . Mit einem Seminar in Berlin und dezentralen Projekten in ganz Deutschland sollen KjGler*innen zum politischen Mitmischen motiviert werden, auch wenn oder gerade weil sie noch nicht wählen gehen dürfen.

72-Stunden-Aktion des BDKJ und seiner Mitgliedsverbände
Vom 13.-16. Juni 2013 waren mehrere 100 KjG-Gruppen bei der 72-Stunden-Aktion im Einsatz. Es war die größte Sozialaktion von Jugendlichen in Deutschland. Der KjG-Bundesverband hat jeder KjG-Gruppe ein Motivations- und Dankespaket geschnürt und zugeschickt: Mit einem Banner, KjG-Pflastern, KjG-Flatterband und Seelenbohrer-Tattoos. Außerdem hat die Bundesleitung verschiedene KjG-Gruppen bei ihren Aktionen und Aufgaben besucht.

Bundeskonferenz 2013

Die Bundeskonferenz beschließt das mehrjähriger Erarbeitungs- und Diskussionsphase das Papier zum Amt der Geistlichen Leitung in der KjG.

35 Stunden- und keine Minute länger

Der Bundesrat gibt eine Stellungnahme unter oben genanntem Titel heraus, welche fordert die wöchentlich für Schule aufzubringende (Arbeits)Zeit auf 35 Stunden zu begrenzen, um eine Vereinbarkeit von Schule und außerschulischem/ehrenamtlichem Engagement zu ermöglichen. Hierauf folgen zahlreiche Gespräche mit Politiker*innen zur Thematik.

2014
YOUrope – StrippenzieherInnen für eine jugendgerechte EU ist das europapolitische Projekt des KjG Bundesverbandes im EU-Wahljahr 2014. Mit dem Projekt YOUrope wollen wir in der Europapolitik mitmischen, Jugendrechte entdecken und diskutieren sowie rund um die Europawahl aktiv werden.

YOUrope bestand aus drei Teilen: Gestartet hat das Projekt mit einer Aktion in der Fastenzeit zu den Jugendrechten. Vor Ostern gab es dann ein verlängertes Wochenende (EU-Erlebnistage) rund um die EU und Lobbyarbeit. Zum Abschluss waren alle eingeladen, mit Unterstützung durch das Starter-Kit, selbst aktiv zu werden.

Die Bundeskonferenz 2014 beschließt ein Mitgliederprojekt speziell für die Kinderstufe. Zudem möchte sie, sofern sich ein Diözesanverband zur Kooperation findet, eine bundesweite Großveranstaltung ins Leben rufen.

Ein wichtiger Meilenstein in der Geschlechtergerechtigkeit wird erklommen: Die Darstellung von Geschlechtervielfalt in Rede, Schrift und Bild“ wird durch den Bundesrat beschlossen. Auf Bundesebene wird sich auf die Sternchen-Schreibweise geeinigt (KjGler*innen).  Zudem wird mit einer Strategie zur geschlechterpolitischen und –pädagogischen Arbeit der Arbeitsrahmen für die kommenden Jahre gelegt.

Es folgt die Herausgabe einer Arbeitshilfe zur Nutzung des Gender Gap.

2015
KjG UND DU
das Projekt des Bundesverbandes zur Mitgliedergewinnung ist in vollem Gange.

Anfang des Jahres wird ein Quiz-Fächer , welcher spielerisch über den Gender Gap informiert, herausgegeben.

Die Bundeskonferenz beschließt die Einrichtung einer Arbeitsgruppe, welche sich mit der Umsetzung von Geschlechtervielfalt in den KjG-Strukturen auseinandersetzen soll.

Weiterhin wird auf der Bundeskonferenz 2015 eine Stellungnahme zum Thema Frieden beschlossen.

2016
Das Motto der Großveranstaltung 2017 steht: „DenkMal!- Frieden denken. Zukunft schenken.“ Die Vorbereitungen sind in vollem Gange.

Aufgrund aktueller gesellschaftspolitischer Entwicklungen beschließt die Bundeskonferenz zwei Anträge zum Thema Vielfalt und Toleranz: „Solidarität statt Menschenfeindlichkeit“ sowie „Gegen einen Atmosphäre der Angst“.

Das 2014 in der Strategie zur geschlechterpolitischen Arbeit erwähnte Informationspaket wird als „Gender-Kiste“ an alle DVs verschickt.

Auf dieser Seite lernt ihr die dreiköpfige Bundesleitung des KjG-Bundesverbandes kennen:
Julia, Rebekka und Marc lenken die Geschicke des KjG-Bundesverbandes und haben dafür die thematischen Schwerpunkte der KjG untereinander aufgeteilt. Außerdem ist jede*r von ihnen für bestimmte Diözesanverbände zuständig.

Rebekka Biesenbach

Zuständigkeiten:
Bundeskonferenz 2021
Bundeswahlausschuss
Deutsche Bischofskonferenz
FIMCAP
Freiräume und Engagementpolitik
Geschlechtergerechtigkeit und -vielfalt
Glaube und Spiritualität
Großveranstaltung 2022
Inklusion
Internationale- und Europäische Arbeit
Jugendpastoral
Kirchenpolitik
KjGay
Nachhaltigkeit und Ökologie

Diözesanverbände:
Aachen, Augsburg, Berlin, Eichstätt, Essen, Köln, München und Freising, Regensburg und die LAG NRW

Marc Eickelkamp

Zuständigkeiten:
BDKJ
DBJR
Digitale Lebenswelten und Netzpolitik
Externe Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Friedensethische Arbeit
Glaube und Spiritualität
Geschäftsführung
Jubiläum 2020
Kinder- und Jugendpolitik
Partizipation und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen
Verwaltungsrat / Mitgliederversammlung
Vorstand /Organisationsentwicklung
U18 Wahl
Wahlrecht ohne Altersgrenze!

Diözesanverbände:
Freiburg, Hamburg, Hildesheim, Limburg, Mainz, Münster, Osnabrück, Paderborn und die Nord-Ost-AG

Julia „Yu“ Niedermayer

Zuständigkeiten:
AG Mitgliedergewinnung und Mitgliederpflege
DL/DA Fortbildung
Ehemalige
Engagement für Demokratie und Menschenwürde
Generationengerechtigkeit
Geschlechtergerechtigkeit und -vielfalt
Interne Kommunikation
Kinderrechte
KjG UND DU
SAS Partizipation und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen
Sexualpädagogik und Prävention

Diözesanverbände:
Bamberg, Fulda, Magdeburg, Passau, Rottenburg-Stuttgart, Speyer, Trier, Würzburg, Region Mitte und die LAG Bayern.

Der Patron der KjG

„Nie hätte ich daran gedacht, einer Sache zuzustimmen, die gegen mein Gewissen wäre!“

– Thomas Morus

Biographie
Thomas Morus wurde am 6. Februar 1478 in London geboren. Er machte sich schon in jungen Jahren einen Namen als Anwalt, Politiker, Gelehrter und Schriftsteller. Mit 25 Jahren war er bereits Mitglied des englischen Unterhauses.

Als überzeugter Christ hatte Thomas Morus lange überlegt, ob er Mönch oder Jurist werden sollte. Letztlich entschied er sich für eine weltliche Laufbahn als Jurist. Dies hinderte ihn jedoch in keinerlei Weise daran, sich mit theologischen Fragen zu beschäftigen und in der Kirche Verantwortung zu übernehmen.

Gleichberechtigte Ausbildung seiner Kinder
Während im Mittelalter der Glaube an die Vorbestimmtheit des Menschen durch sein unentrinnbares Schicksal vorherrschte, glaubte der Humanist Morus an die Vernunft und Handlungsfreiheit, die jedem Menschen von Gott gegeben ist. In diesem Bewusstsein erzog und lehrte Thomas Morus seinen Sohn und seine drei Töchter. Dass seine Töchter die gleiche akademische Ausbildung bekommen konnten wie sein Sohn, war Morus sehr wichtig. Damit war er seiner Zeit weit voraus, denn Mädchen konnten damals nicht einmal die Schule besuchen.

Morus steht zu seiner (christlichen) Überzeugung
Unter König Heinrich VIII. – bekannt wegen seiner zahlreichen Ehefrauen – war Thomas Morus ein angesehener Politiker. Als sich der Papst weigerte, die erste Ehe Heinrichs aufzulösen, wollte sich der König von der römisch-katholischen Kirche trennen und selbst Oberhaupt der englischen Kirche werden. Heinrich brauchte einen klugen Politiker, um sein Vorhaben dem Volk schmackhaft zu machen, doch Morus ließ sich dafür nicht gewinnen, sondern stand fest zur Einheit der Kirche. Den Eid, den Heinrich die Bischöfe und seine Beamten schwören ließ, verweigerte Thomas Morus. Auch als er daraufhin in den Londoner Tower eingesperrt wurde, blieb er seinem Glauben und seinem Gewissen treu. Am 6. Juli 1535 wurde Thomas Morus enthauptet.

Seinen Humor, für den Thomas Morus bekannt war, hat er sich bis zuletzt bewahrt. Eine Anekdote erzählt, dass er den Henker bei seiner Hinrichtung gebeten habe, beim Zuschlagen mit dem Beil auf seinen Bart zu achten, da dieser keinen Hochverrat begangen habe.

Utopia – das Hauptwerk des Thomas Morus
Als Schriftsteller wurde Thomas Morus mit seinem lateinisch verfassten Werk „Utopia“ berühmt. Es erschien 1516. Das Buch beschreibt die Lage der Insel Utopia und ihre wesentlichen Einrichtungen. Hinter dem Lob des utopischen Staates verbirgt sich beißende Kritik an den bestehenden Staaten seiner Zeit.

„Utopia“ ist…

… der Inselstaat im Nirgendwo, in dem die Menschen in Gleichheit, Einheit und Frieden zusammenleben.

… die Kritik an Staats- und Wirtschaftsformen der damaligen Zeit, die heute noch aktuell ist.

… der Traum von Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.

Thomas Morus – auch heute noch topaktuell
Nicht nur die Inhalte, für die Thomas Morus steht, sind für die KjG immer noch von Bedeutung. Vor allem auch seine Art und Weise und die Haltung, mit der er für seine Überzeugungen eingestanden ist und – im wahrsten Sinne des Wortes – den Kopf hingehalten hat, können für uns und unser Engagement vorbildlich sein:

       – kritisch mitdenken

       – verantwortlich handeln

       – auf das Gewissen hören

       – den Visionen trauen

       – den Humor nicht verlieren

Thomas Morus macht deutlich, dass „nur Mitlaufen“ und „langes Diskutieren“ – ohne die Bereitschaft zur Entscheidung und zum Handeln – keine Aussicht auf Erfolg haben. In vielfacher Hinsicht sind wir als junge Christ*innen aufgerufen Entscheidungen zu treffen. Beispielsweise müssen wir entscheiden, wie wir unseren Glauben und unser Leben zeitgemäß gestalten. Das Leben des Christen Thomas Morus kann uns dabei eine Orientierung sein.

Das KjG-Erkennungszeichen

Überall, wo KjG sich regt und bewegt, taucht er auf: der Seelenbohrer. Aber seit wann gibt es ihn und wofür steht er überhaupt?

Man sieht ihn in Gruppenräumen, an Info-Ständen, auf Kursen und im Ferienlager. Es gibt kaum eine KjG-Gruppe, die ihn nicht auf T-Shirts, Tassen oder Handtücher druckt. Von daher ist der Seelenbohrer ein echter Dauerbrenner!

Entworfen wurde unser KjG-Logo von Alfred Klever bereits 1967/68 für das Deutschlandtreffen der Katholischen Jungmännergemeinschaft und der Katholischen Frauenjugendgemeinschaft. Seit 1970, dem Jahr, in dem sich diese beiden Verbände zusammenschlossen, steht der Seelenbohrer für die KjG – die Katholische junge Gemeinde.


Ein Seelenbohrer – zahlreiche Interpretationen

Der Seelenbohrer wird 1968 beim Deutschlandtreffen der zwei Verbände so erklärt:
Der Punkt in der Mitte bedeutet: Christus, die Frohe Botschaft, das Leben.
Der Balken, der sich um den Punkt bewegt, symbolisiert die Menschen, die aus ihrem Glauben heraus versuchen, sich den Problemen zu stellen und Antwort zu geben.
Der Pfeil deutet Dynamik an. Sich auf den Boden der Botschaft Christi zu stellen, heißt zugleich, vorwärts gehen und Ziele verfolgen.

Doch die „eine richtige“ Bedeutung für den Seelenbohrer gibt es nicht. So bleibt es jedem*r selbst überlassen, sich seine*ihre Gedanken dazu zu machen. Hier noch ein paar Kostproben:

„Die KjG ist wie ihr Seelenbohrer, von außen kantig und eckig, um Gesellschaft und Kirche anzustoßen; nach innen rund in ihrem Glauben an Gott, mit ihren Vorstellungen von einer gerechten Welt und mit ihrem Ziel, diese Vorstellungen zu verwirklichen.“

„Ein Pfeil von außen kommend kreist um ein Zentrum und stößt dann weiter nach außen. Das bedeutet: Ein Mensch nimmt Impulse von außen auf, er be- und verarbeitet sie und sendet sie dann wieder nach außen, z.B. indem er darauf reagiert.“

Manchmal, so behaupten jedenfalls böse Zungen, soll allerdings auch die scherzhafte Auslegung des Emblems zutreffen: Immer um den heißen Brei herumreden und wenn es dann darauf ankommt, haarscharf an der Sache vorbeizielen.

Neues Design für den Seelenbohrer

Im Jahr 2012 wurde der Seelenbohrer im Rahmen des Corporate Design-Prozesses der Bundesebene einer Verjüngungskur unterzogen. Für das neue CD wurde seine Form vereinfacht und dynamisiert. Er wurde aus seinem Rahmen befreit und kann nun auch allein an prominenter Stelle stehen.
Inwiefern sich der Seelenbohrer im Laufe der Zeit gewandelt hat, könnt ihr gut an den untenstehenden historischen Abbildungen erkennen.

Seelenbohrer von 1967 bis 2014
Seelenbohrer