2021 KjG Herbstbundesrat Abstimmung

Ergebnisse KjG Herbstbundesrat & Interview zu „Gott*“

Vom 22.10. – 24.10.2021 trafen sich über 40 Delegierte aus ganz Deutschland in Mannheim zum Herbstbundesrat der KjG. Als Kinder- und Jugendverband, der für Geschlechtergerechtigkeit und eine vielfältige Gesellschaft einsteht, diskutierte der Bundesrat „Gott*“. Beschlossen wurden Maßnahmen zu Inklusion im Bundesverband und Spenden an UNICEF sowie die Non-Profit Organisation UVIKANJO. Fahrt aufgenommen hat die Vorbereitung zur Großveranstaltung „MachMal!“ 2022.

Diskutiert: „Gott*“ Engagiert und mit Sorgfalt ist die KjG auf der Suche nach Gottesbezeichnungen, die mehr umfassen als die männlich weiße Vorstellung von Gott. Hierbei bezieht sie alle Ebenen des Verbandes ein. Die KjG vertritt den Standpunkt, dass die Möglichkeiten der Gottesbilder vielfältig sind. Wie wir von Gott sprechen, prägt auch unser Menschenbild. Diese Erkenntnisse sind nicht neu. Neu ist aber, dass immer mehr Gläubige von der Vorstellung eines männlich patriarchalen, weißen Gottesbildes befremdet sind und das auch laut sagen. Die männlich weiße Vorstellung von Gott greift theologisch zu kurz und erschwert vielen jungen Menschen den Zugang zu Gott. Andererseits ist für viele Katholik*innen mit der Verwendung des Gottesbegriffs im tradierten Sinne religiöse Heimat verbunden. Die Einführung von „Gott*“ wird daher innerhalb des Verbandes sensibel vorbereitet.

Beschlossen: „KjG für alle – Maßnahmen zur Inklusion“ Anliegen der KjG ist es, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Kirche und Gesellschaft ihre Persönlichkeit entfalten können. Förderbedarf, sexuelle Orientierung, sozialer Hintergrund dürfen dabei keine Rolle spielen. Der Mensch steht bei der KjG im Mittelpunkt, mit all seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen. Darum hat der Bundesrat Maßnahmen zur Förderung von Inklusion auf KjG-Bundesebene beschlossen. Diese Maßnahmen tragen dem innerverbandlichen Inklusionskonzept Rechnung. Inhalt der Maßnahmen ist auch die Vernetzung in Sachen Inklusion mit anderen Verbänden.

Geteilt: Die KjG teilt mit UNICEF und der Non-Profit Organisation UVIKANJO aus dem Klimaschutz. Die KjG spendet einen Betrag in Höhe von 0,7% ihrer staatlichen Zuschüsse an UNICEF, für Impfungen gegen COVID weltweit. Die KjG fördert dadurch Maßnahmen im Bereich Entwicklungspolitik. Außerdem fließt ein Betrag in Höhe von 0,3% ihrer im Jahr 2020 erhaltenen staatlichen Zuschüsse an das Klimaschutzprojekt Baumpflanzaktionen (Kieferplantagen) der UVIKANJO, einer Partnerorganisation der KjG im Bistum Würzburg, im Bistum Njombe (Tansania). Bereits 1975 hatte sich Deutschland gemeinsam mit den Ländern der Vereinten Nationen dazu verpflichtet, staatliche Mittel in Höhe von 0,7% des Bruttonationaleinkommens (die sogenannte ODA-Quote, Official Development Assistance) für die Entwicklungszusammenarbeit und die humanitäre Hilfe bereitzustellen. In den letzten 41 Jahren hat die deutsche Bundesregierung es erst einmal umgesetzt, mit ihrem vollen Beitrag von 0,7% des Bruttonationaleinkommens zur offiziellen Entwicklungszusammenarbeit beizutragen.
Die KjG möchte als politischer Kinder- und Jugendverband mit ihrer Spende für die Entwicklungszusammenarbeit ein Zeichen setzen und die Politiker*innen wiederholt daran erinnern, ihre Vereinbarungen auch weiterhin einzuhalten.

Fahrt aufgenommen: „MachMal!“ KjG-Großveranstaltung. Endlich wieder zusammen sein! 2022 werden KjGler*innen sich in Horb auf den Neckarwiesen treffen, um zu diskutieren, zu feiern und gemeinsam zu beten. „MachMal!“ setzt den Fokus auf die Schwerpunktthemen Nachhaltigkeit und Ökologie sowie Engagement für Demokratie und Menschenwürde.

2021 KjG Herbstbundesrat Abschluss
KjG-Herbstbundesrat-Delegation 2021

Interview zur KjG-Debatte um „Gott*“ im Domradio mit Julia Niedermayer aus der Bundesleitung hier

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