Als Kinder- und Jugendverband spielen bei uns bereits die Kleinsten eine ganz große Rolle. Um das zu zeigen, hat die Bundeskonferenz 2020 beschlossen, dass wir uns alle gemeinsam für mehr Mitglieder in der Kinderstufe einsetzen wollen. Bis zur Bundeskonferenz 2023 wollen wir 700 Kinder mehr haben als 2020.

Im ersten Wettbewerbsjahr (bis Frühjahr 2022) haben bereits viele Ortsgruppen teilgenommen und die besten darunter eine Partybox inklusive Kletterwaldbesuch gewonnen. Zum 1. Juni 2022 startet das 2. Wettbewerbsjahr, ab dann könnt ihr bis zum 26. April 2023 fleißig Mitglieder in der Kinderstufe werben! Es zählt also euer Zuwachs an Mitgliedern unter 14 Jahren.

Alle Infos zum Wettbewerb findet ihr auf der Seite zu Menschenskinder.

Auf ihrer Bundeskonferenz vom 30.03. – 03.04. hat sich die KjG für eine zukunftsfähigere Kirche und Gesellschaft positioniert: Mit ihren Beschlüssen hat sie Weichen dafür gestellt. Stichworte sind: „Vielfältige Gottesbilder“, „Die Welt für morgen leben“, „Die Zukunft der Kirche ist vielfältig“ und „#StandWithUkrainianYouth“. Lisa Holzer wurde als neue Geistliche Bundesleiterin gewählt.

Gefunden: Wortbild für vielfältige Gottes+bilder

Die KjG hat sich auf die Suche nach Gottes+bezeichnungen gemacht, die mehr umfassen, als die männlich weiße Vorstellung von Gott+. Künftig drückt der Verband seine Vorstellung vielfältiger Gottes+bilder als KjG mit einem + aus. So transportiert die KjG die Vielfältigkeit Gottes+ in ihrem Wortbild, in Schriften und Aktionen des Verbandes.  Wie wir von Gott+ sprechen, prägt auch unser Menschenbild. Die Vorstellung von Gott+ als altem, weißem Mann mit Bart greift theologisch zu kurz und erschwert vielen jungen Menschen den Zugang zu Gott+.

Beschlossen: Die Zukunft der Kirche ist vielfältig

Die KjG engagiert sich für eine demokratische, gleichberechtigte und solidarische Gesellschaft und Kirche. Sie wendet sich gegen jede Art der Ausgrenzung, Unterdrückung und Diskriminierung von Menschen. Queere Menschen sind für die KjG selbstverständlich Teil der katholischen Kirchengemeinschaft. Die Bundeskonferenz hat beschlossen, dass die KjG sich öffentlich gegen die Ausgrenzung queerer Menschen in der Institution Katholische Kirche stellt. Die KjG fordert unter anderem Reformen der katholischen Sexualmoral wie auch des katholischen Arbeitsrechtes und setzt sich für die Ehe für alle ein. Darüber hinaus verpflichtet sich die KjG dazu, diskriminierende Passagen des kirchlichen Arbeitsrechtes für eigene Mitarbeiter*innen nicht anzuwenden. Als Verband begreift die KjG die Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identitäten als wertvollen Teil der göttlichen Schöpfung. Die Diskriminierung queerer Menschen ist nicht hinnehmbar.

Solidarisiert: #StandWithUkrainianYouth

Die Delegierten der Bundeskonferenz solidarisieren sich mit den Menschen in der Ukraine, die von dem schrecklichen Krieg betroffen sind. Als KjGler*innen verurteilen sie den Angriff der russischen Truppen aufs Schärfste. Der Krieg in der Ukraine ist ein Bruch des Völkerrechts und muss umgehend beendet werden. Besonders Kinder und Jugendliche leiden unter diesem Krieg und werden ihrer Zukunft und Heimat beraubt. Die Diözesanverbände haben im Rahmen der Bundeskonferenz Geldspenden zur Unterstützung humanitärer Hilfeleistungen gesammelt. Sie bekräftigen den Willen, geflüchtete Menschen durch Hilfsangebote zu unterstützen und in bestehende eigene Angebote zu inkludieren.

Festgelegt: Neue Schwerpunktthemen

Antifaschismus und Inklusion bilden die neuen Schwerpunktthemen der KjG für die kommenden drei Jahre. Aufgrund ihrer Glaubens- und Wertvorstellungen fühlt sich die KjG dem gesamtverbandlichen Einsatz gegen jegliche Form von Faschismus und für die Teilhabe aller Menschen verpflichtet. Gefunden wurden die Themen durch eine Mitgliederbefragung, mittels der die Interessen der KjGler*innen erfragt wurden und auf Grundlage derer die Bundeskonferenz entschied.

Gewählt: Lisa Holzer ist neue Geistliche Bundesleiterin

Die 28-jährige Pastoralassistentin und Beraterin im Synodalen Weg erhielt 79 von 82 Stimmen und wird nun für drei Jahre das Amt bekleiden. Begeisterte KjGlerin ist sie schon von Kind an: „Ich habe die KjG in meinem Leben immer wieder als Raum erfahren, in dem ich mich ausprobieren, Freund*innen finden und mich vernetzen kann. Das möchte ich auch auf Bundesebene vielen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ermöglichen“. Als geistliche Bundesleiterin möchte sie neben der kirchenpolitisch lauten Stimme die KjG noch mehr zu einem Ort machen, an dem Glaube und Spiritualität gelebt werden kann. Sie löst nach sechs Jahren Rebekka Biesenbach ab, die Ende August ihren Dienst beenden wird.

Für Interviewanfragen steht die Bundesleitung gerne unter kommunikation@kjg.de zur Verfügung.

Die Beschlüsse der Bundeskonferenz sind hier zu finden.

Presse-Reaktionen:

Radio/TV-Interviews:

Bundesleiterin Julia Niedermayer bei Bayern 3, 8.4.2022
Bundesleiterin Julia Niedermayer bei Radio Ton, 11.4.2022 (Teil 1)
Bundesleiterin Julia Niedermayer bei Radio Ton, 11.4.2022 (Teil 2)
Bundesleiterin Julia Niedermayer bei ntv, 8.4.2022