Was ist der Synodale Weg?

Der Synodale Weg wurde von den deutschen Bischöfen auf ihrer Vollversammlung im März 2019 beschlossen. Eine strukturierte Debatte mit dem ZdK und den deutschen Bischöfen sollte angestoßen werden. Einen erheblichen Anstoß, einen solchen Prozess zu starten, gab die 2018 veröffentliche MHG-Studie, die aufzeigte, dass die sexualisierte Gewalt durch Geistliche in der Kirche System hatte und systemisch begünstigt wurde.
Das Ziel des Synodalen Weges ist, die kirchlichen Strukturen in Deutschland weiterzuentwickeln um als Organisation ihrem Zweck gerecht zu werden: der Verkündigung des Wortes Gottes.
Dazu wurden insgesamt vier Foren einberufen, die sich mit folgenden Themen auseinandergesetzt haben und Fragen identifiziert haben:

  • Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag
  • Priesterliche Existenz heute
  • Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche
  • Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft

Die Foren werden paritätisch von je einem Mitglied der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und des ZdK geleitet.

Was ist bisher passiert?

Der Synodale Weg begann am 1. Advent 2019. Nach dem offiziellen Start mit einem Gottesdienst im Dom zu München, in der Karin Kortmann, Vizepräsidentin des ZdK und Reinhard Kardinal Marx, damals Vorsitzender der DBK, die „Synodalkerze“ entzünden, wurde der Synodale Weg eröffnet. Die erste Synodalversammlung fand vom 30. Januar bis 01. Februar in Frankfurt am Main statt. Dort wurden auch die Mitglieder der Synodalforen gewählt. Diese Synodalforen arbeiten zwischen den Synodalversammlungen zu jeweils einem bestimmt inhaltlichen Thema und bereiten Diskussionspapiere für die Synodalversammlungen vor.

Zum Start der Synodalversammlung hat die KjG-Bundesleitung einen offenen Brief an alle Teilnehmer*innen verschickt. Diesen könnt ihr hier nachlesen!

Die für September geplant zweite Synodalversammlung musste auf Grund der Corona-Pandemie verschoben werden. Stattdessen fanden in fünf Regionen-Konferenzen in Dortmund, Berlin, München, Frankfurt und Ludwigshafen statt. Diese Regionenkonferenzen dienten dem Austausch und werden als Zwischenschritt verstanden.

Auch die für Anfang Februar 2021 geplante Synodalversammlung kann auf Grund der Corona-Pandemie nicht wie geplant stattfinden. Stattdessen treffen sich rund 230 Synodale und einige Mitglieder der Synodalforen (nicht alle sind Mitglied der Synodalversammlung) in einem Online-Format. Dort wird der aktuelle Stand diskutiert, denn die Synodalforen haben auch während der Pandemie weitergearbeitet.

Was könnt ihr tun?

Informiert euch zum aktuellen Stand des Synodalen Weges, bringt eure Meinung in Gesprächen und anderen Formaten ein und schaut euch die Handreichungen des BDKJ an:

Nachhaltigkeit und Ökologie

Aus einer christlichen Grundhaltung heraus ergibt sich der Auftrag, zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung beizutragen und dazu zu ermutigen. Unabhängig von Glaube und Religion haben wir als Menschheit eine gemeinsame Verantwortung gegenüber unserer Umwelt. Wir sind wechselseitig aufeinander angewiesen, was uns dazu verpflichtet, sie in ihrer Vielfalt zu erhalten.

Generationengerechtigkeit

Als Gesellschaft müssen wir aushandeln, wie wir unser Zusammenleben gestalten wollen. Hierbei erachten wir es als unumgänglich, dass sich unsere politische Kultur ändert. Alle politischen Entscheidungen müssen vom Ringen um die beste Idee geprägt sein, alle Generationen im Blick behalten und Belastungen für kommende Generationen vermeiden.

Europäische und internationale Arbeit

Als internationale Gemeinschaft brauchen wir europa- und weltweit eine verlässliche Politik, deren Antrieb ein kulturelles und soziales Zusammenwachsen ist und die dazu beiträgt, dass mehr Freiheiten für die Menschen entstehen. Hierfür bedarf es einer Stärkung von parlamentarischen Strukturen, einer Orientierung an den Menschen-, Kinder- und Arbeitsrechten sowie einer Kontrolle der globalisierten Wirtschaft. Lokale und globale Zusammenschlüsse müssen ihren Beitrag zu einem gerechteren Miteinander leisten.

Engagement für Demokratie und Menschenwürde

Alle Menschen unabhängig von Nationalität, Geschlecht, sozialem Status, Alter oder körperlicher Verfassung sind gleich und haben eine unantastbare Würde und gleiche Rechte. Wir bilden eine Gemeinschaft, die sich auf gemeinsame Verantwortung gründet, an der alle in gleicher Weise teilhaben sollen und die so ausgestaltet ist, dass sie jede*n einzelne*n achtet und allen die Möglichkeit zur Mitgestaltung eröffnet.

Friedensethische Arbeit

Wir wünschen uns eine friedliche Gesellschaft, innerhalb derer ein gewaltfreier Umgang mit Konflikten selbstverständlich ist. Wir wollen eine breite Bildung, die alle befähigt friedensstiftend, im Kleinen wie im Großen, zu wirken. Um Frieden zu gewährleisten, braucht es einen Abbau körperlicher, geistiger und struktureller Gewalt und die Überwindung von gewaltvollen Konflikten durch Abrüstung und Verzicht auf Waffenhandel.

Digitale Lebenswelten und Netzpolitik

Digitale Medien sind für junge Menschen Informationsquelle, Kommunikationsort, Sozialisationsmedium und Bildungsinstrument. Wir wollen eine Medienpolitik und -pädagogik, die Kinder und Jugendliche befähigt, sich frei, eigenwirksam und ohne Gefährdung im Netz zu bewegen, anstatt sie durch Verbote und Kontrolle einzuengen, und stattdessen geeignete Angebote für Kinder und Jugendliche fördert. Wir wenden uns gegen verdachtsunabhängige staatliche Überwachung, Vorratsdatenspeicherung sowie Zensur. Unternehmen müssen angehalten werden, datensparsam zu handeln und verantwortlich mit personenbezogenen Daten umzugehen.

Die KjG setzt sich in vielfältiger Weise für die Rechte von Kindern und Jugendlichen in Deutschland und auf der ganzen Welt ein. Einerseits, in dem sie in bundesverbandlichen Beschlüssen Stellung bezieht, andererseits, in dem sie in den Diözesanverbänden und aber auch in der KjG-Arbeit vor Ort Projekte und pädagogische Aktionen zum Thema Kinderrechte organisiert und anbietet.

Kinderrechte ins Grundgesetz

Kinderrechte ins Grundgesetz! – Stellungnahme des KjG-Bundesrates zur Verankerung der Kinderrechte ins Deutschen Grundgesetz vom 24. März 2012.

Wenn ihr wissen wollt, wofür die KjG steht, welche Themen ihr wichtig sind und was die spezifische KjG- Haltung zu Nachhaltigkeit, Geschlechterdemokratie oder Menschenrechten ist, dann schaut mal in das Kinder- und Jugendpolitische Grundlagenpapier der KjG oder kurz KIJUPOPA!

Die sieben Oberthemen sind:

  1. Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Demokratie
  2. Kinder- und Menschenrechte
  3. Geschlechterdemokratie und sexuelle Vielfalt
  4. Inklusion, Internationalität, Interkulturalität, Religiosität
  5. Lernen und Bildung
  6. Umweltschutz und Nachhaltigkeit
  7. Sozialer und Gesellschaftlicher Zusammenhalt

Die KjG hat sich bereits zu vielen kinder- und gesellschaftspolitischen Fragen positioniert. Einige ausgewählte Themengruppen und die dazugehörigen Beschlüsse findet ihr nachfolgend.

Kinder- und Jugendrechte

Stell‘ dir vor es gäbe Frieden. Weltweit. – Stellungnahme der Bundeskonferenz 2015

Beschluss “Stell‘ dir vor es gäbe Frieden. Weltweit” in kindergerechter Sprache

Kinder und Jugendliche wollen Frieden – Stellungnahme der Bundesleitung im Oktober 2014

Kinder- und jugendpolitisches Grundlagenpapier – Beschluss des KjG-Bundesrates vom 26.Oktober 2013

Neu-gelayoutetes Material zum Beschluss (Karten, Poster etc.) gibt es hier.

Kinderrechte ins Grundgesetz! – Stellungnahme des KjG-Bundesrates zur Verankerung der Kinderrechte ins Deutsche Grundgesetz vom 24. März 2012

Beschluss “Kinderrechte ins Grundgesetz” in einfacher, kinder- und jugendgerechter Sprache.

Pressemitteilung und weiterführende Links zur Forderung der KjG nach Kinderrechten ins Grundgesetz vom 26. März 2012 

Kinderarmut: Stellungnahme der Bundeskonferenz zur Situation armer Kinder in Deutschland vom 22. Mai 2005

Wahlrecht von Geburt an – mittendrin statt außen vor – Stellungnahme des Bundesausschusses zum Wahlrecht von Geburt an vom 6. Februar 2004

Beschluss “Wahlrecht von Geburt an” in einfacher, kinder- und jugendgerechter Sprache.

Freiheitsrechte und Datenschutz

Jugendmedienschutzstaatsvertrag stoppen! – Stellungnahme des BA vom 22. März 2010 sowie eine Pressemitteilung vom 6. April 2010 und eine vom 6. Dezember 2010 zum Thema.
Gegen Internetzensur – Offener Brief der Bundesleitung an die Abgeordneten der Regierungsfraktion vom 17. Juni 2009
Demokratie braucht Freiräume – Stellungnahme des BA zur Intensivierung staatlicher Überwachung vom 6. Oktober 2007

Rechtsextremismus

Stark machen gegen Rechts – Stellungnahme des BA zum Rechtsextremismus vom 14. April 2007

Seit 2014 wird auf KjG-Bundesebene an dem Thema Geschlechtervielfalt gearbeitet. Das ist die Beschäftigung mit allen Geschlechtsidentitäten, auch und vor allem jenseits der Einordnung in die zwei Geschlechterkategorien männlich/weiblich.

Folgende Beschlüsse gibt es bereits, welche unsere Arbeit in diesem Themenbereich klar strukturieren:

Frühjahrs-Bundesrat 2014: Geschlechtervielfalt in Rede, Schrift und Bild

Herbst-Bundesrat 2014:     Sexuelle Vielfalt in der KjG

Bundeskonferenz 2015:      Einrichtung der AG Geschlechtervielfalt

Bundeskonferenz 2017:      Umwandlung der AG in einen Sachausschuss

Bundeskonferenz 2017:      Geschlechtervielfalt in der KjG

Bundeskonferenz 2018:      Verabschiedung Leitbild Geschlechtervielfalt

Bundeskonferenz 2018:      Geschlechtergerechte Schreibweiseder KjG

Bundeskonferenz 2019: Umsetzung von Geschlechtervielfalt in den Strukturen

Bundeskonferenz 2019: Geschlechtervielfalt in den Strukturen (Satzungsänderung)


Arbeitshilfe zur Nutzung des Gender Gap*

Basierend auf dem Beschluss „Geschlechtervielfalt in Rede, Schrift und Bild“ (2014) haben wir eine Arbeitshilfe zur Nutzung des Gender Gap erstellt. Für alle, die wissen wollen, woher der Gender Gap kommt, warum wir nun überall Sternchen schreiben und für all diejenigen, welche konkrete Beispiele zur Sternchen-Schreibweise benötigen, ist die Arbeitshilfe genau das Richtige! Und für alle anderen natürlich auch! Ihr könnt sie HIER als PDF herunterladen.

Erklärblatt zur Satzungsanpassung in den Strukturen

Nach der Beschlussfassung der Satzungsänderung zur Umsetzung der Geschlechtervielfalt in den Strukturen, haben der Sachausschuss Geschlechtergerechtigkeit und -vielfalt sowie der Satzungsausschuss euch ein Erkärblatt zusammengestellt. Es bietet einen inhaltlichen Einblick als Hinführung zum Thema sowie Hilfestellungen bei der Umsetzung der Satzungsanpassungen auf allen Ebenen der KjG. Das Erklärblatt findet ihr HIER.

Leitbild Geschlechtervielfalt

Im Nachgang des Beschlusses zum Leitbild Geschlechtervielfalt wurde der Text redigiert, gelayoutet und gedruckt. Das Leitbild gibt Sicherheit im Umgang mit einer Thematik, der gesamtgesellschaftlich zwar mittlerweile viel Medienpräsenz zuteil wird, die aber nach wie vor noch relativ neu ist. Auch in der Kinder-und Jugendarbeit. Das Leitbild könnt ihr HIER lesen. 

Auch eine kindgerechte Version des Leitbildes Geschlechtervielfalt können wir euch nun anbieten. Darin stellen sich die drei Kinder Alex, Kim und Sam vor und veranschaulichen in kindgerechter Sprache, was die KjG unter Geschlechtervielfalt versteht. Das Leitbild wurde unter dem Titel “Alex, Kim und Sam – Mädchen, Junge und …?” veröffentlicht. Für Gruppenleitungen gibt es eine dazu passende Handreichung.

Mehr Informationen zu unserem Leitbild Gender Mainstreaming erhaltet ihr HIER.  Bleib in Kontakt! KjG auf:

“Geistliche Leitung in der KjG” ist der Titel des Positionspapiers, das die KjG- Bundeskonferenz 2013 beschlossen hat.

Es legt das Grundverständnis von Geistlicher Leitung in der KjG dar.

Das Positionspapier ist nun als Broschüre gestaltet und steht digital als pdf-Dokument zur Verfügung.
Gegen Versandkosten kann die Arbeitshilfe auch bestellt werden. 

Altenberger Erklärung

Auf der Bundeskonferenz 1995 wurden die Kriterien für die Wahl einer Geistlichen Leiterin bzw. eines Geistlichen Leiters neu gefasst. Zum Beschlusstext.

Das Wirken der Jugend in der Kirche sowie die Arbeit kirchlicher haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeiter mit Jugendlichen und für Jugendliche wird als Jugendpastoral bezeichnet und ist ein Teil der kirchlichen Pastoral insgesamt. Der Begriff ist manchmal auch besser bekannt als Jugendseelsorge.

Offener Brief an die Deutsche Bischofskonferenz und ihre Jugendkommission

Die KjG ist der Verband in der Gemeinde und das ist sie gerne. Daher haben wir uns als KjG-Bundeskonferenz 2013 mit einem offenen Brief an die Deutsche Bischofskonferenz und deren Jugendkommission gewendet. Wir wünschen uns einen offenen Dialog über die jugendpastorale Bedeutung verbandlicher Arbeit in den Gemeinden und über die Einbindung der verbandlichen Jugendarbeit in die pastoralen Ausbildungen. Und bei all diesen Fragen ist uns der Blick der Kinder und Jugendlichen wichtig. Der “Offene Brief”

demokratisch. amen. – Für mehr Demokratie in unserer Kirche

“demokratisch. amen.”ist der Titel des Positionspapieres, das die Bundeskonferenz der KjG 2012 beschlossen hat. Darin wird ein umfassender Demokratisierungsprozess für unsere Kirche gefordert. Grundlage ist ein Papier, dass der DV Freiburg zu einer Aktion anlässlich des Papstbesuches 2011 erstellt hat.Positionspaper “demokratisch. amen.”

KjG und Ministrant*innen

Der Bundesausschuss der KjG hat im März 2009 ein Papier zum Verhältnis von KjG zu Ministrantinnen und Ministranten verabschiedet. Minis und KjG haben ihr Fundament in der Gemeinde bzw. in den Seelsorgeeinheiten. So sieht der Bundesausschuss in der Kooperation für beide Seiten große Chancen.   Der vollständige Beschlusstext

Gemeinsam weltoffen Kirche sein

Der Bundesausschuss der KjG hat sich im Februar 2009 zu den aktuellen Entwicklungen innerhalb der Katholischen Kirche positioniert und ihr Bild von  einer glaubhaften Kirche auf Grundlage des Evangeliums formuliert.  Den kompletten Beschlusstext zum Download findet ihr hier.

Würzburger Synode mit Geist und Leben füllen

Der Bundesausschuss der KjG bestätigt im Mai 2005 zum 30jährigen Bestehen der Würzburger Synode ihre Aktualität. Den kompletten Beschluss findet ihr hier.

In unseren Grundlagen und Zielen beschreiben wir: “Mit ihrem Engagement steht die KjG ein für eine demokratische, gleichberechtigte und solidarische Gesellschaft und Kirche.”

Mit diesem Selbstverständnis gestalten wir Kirche und auch Kirchenpolitik. Die KjG bringt sich in Diskurse ein und legt einen besonderen Schwerpunkt darauf, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Stimme zu geben.

Folgende unserer Positionen gibt es für euch zum Download:

Positionspapier demokratisch.amen. (2012)

Geistliche Leitung – Mit-Gehen Mit-Suchen

Gemeinsam weltoffen Kirche sein

Der Bundesausschuss der KjG hat sich im Februar 2009 zu den aktuellen Entwicklungen innerhalb der Katholischen Kirche positioniert und ihr Bild von einer glaubhaften Kirche auf Grundlage des Evangeliums formuliert. 

Den kompletten Beschlusstext zum Download findet ihr hier.

Frauen in Kirche

Wir solidarisieren uns mit Maria 2.0 und stehen auf dem Standpunkt: Die Zukunft unserer Kirche ist weiblich.

Hier steht der komplette Beschlusstext zu “Solidarisierung mit Maria 2.0”.

Hier steht der komplette Beschlusstext zu “Die Zukunft unserer Kirche ist weiblich”.

Kirche und Familie

Wir fordern die “Ehe für alle” – unter der Berücksichtigung der Vielfältigkeit von Lebensentwürfen.

Den kompletten Beschlusstext zum Download findet ihr hier.