Alle drei Jahre veranstaltet unser internationaler Dachverband, die fimcap, ein Worldcamp für Gruppenleiter*innen zwischen 20 und 30 Jahren. 2022 ist Chiro Botswana Gastgeber und lädt uns ein, eines der faszinierendsten Länder Afrikas zu entdecken. Die Teilnehmer*innen engagieren sich dort in verschiedenen Sozialprojekten und lernen die Realität des täglichen Lebens in Botswana und insbesondere die Situation von jungen Menschen in ihren Gastfamilien kennen.

Erlebe einen interkulturellen Austausch mit gemeinsamem Singen von Liedern, Tänzen, Spielen und Gottesdiensten. Hier werden die Teilnehmer*innen ihre eigene Kultur vorstellen und die Kulturen der anderen Teilnehmer*innen kennenlernen.

Die KjG hat insgesamt fünf Plätze für Gruppenleiter*innen zu vergeben. Für eine Teilnahme könnt ihr euch zwischen dem 25.01.2022 und dem 21.02.2022 durch eine Anmeldung in der Mida verbindlich bewerben. Voraussetzung ist eine Mitgliedschaft sowie eine längere ehrenamtliche Tätigkeit in der KjG.

Stattfinden wird das Worldcamp vom 15.Juli – 04. August 2022 in Botswana, die Kosten für die Teilnahme belaufen sich auf 250€ zzgl. Reisekosten. Auf einem Vorbereitungsseminar vom 04.- 09. Mai 2022 in Antwerpen (Belgien) werdet ihr optimal auf das Projekt vorbereitet. Die Teilnahme an der gesamten Veranstaltung, an dem Vorbereitungsseminar sowie an einem Nachbereitungsseminar im Herbst 06. – 10. Oktober 2022 in Katalonien (Spanien) sind verbindlich.

Um allen KjGler*innen die gleiche Chance auf das Worldcamp zu geben, werden die fünf Plätze nach dem Anmeldeschluss unter allen rechtzeitig eingegangenen Anmeldungen verlost.

Schick uns deine verbindliche Bewerbung auf einen der KjG-Plätze bis zum 22. Februar 2022.
Nach diesem Datum hörst du von uns. Die Anmeldung bei der fimcap erfolgt dann bis zum 1. März 2022.

Weitere Infos findest du im Flyer. Auf der Homepage der fimcap findest du darüber hinaus die FAQ mit genaueren Hinweisen und Antworten. Viel Erfolg! Euer Internationaler Ausschuss.

05) Euro. und International

Als Verband junger Menschen in Europa denkt die KjG von Anfang an auch europäisch und global. In unseren Grundlagen erklären wir uns solidarisch mit anderen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und suchen auch über Ländergrenzen hinweg die partnerschaftliche Zusammenarbeit und Begegnung. Durch den internationalen Ausschuss engagieren wir uns insbesondere im Rahmen unseres Dachverbandes fimcap gemeinsam mit Partnerverbänden in Europa und der Welt. Dabei ist es unser Ziel, voneinander zu lernen und den gleichberechtigten Austausch zwischen Kindern und Jugendlichen weltweit zu ermöglichen.

Zudem ist es unser Ziel, junge Menschen zur Übernahme von politischer Verantwortung und zur Vertretung ihrer Interessen in der Gesellschaft zu befähigen. Daher stehen wir als Verband auch international für eine demokratische, gleichberechtigte und solidarische Gesellschaft und Kirche, wenden uns gegen jede Art der Ausgrenzung und Unterdrückung von Menschen und gegen die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen.

Dafür brauchen wir als internationale Gemeinschaft europa- und weltweit eine verlässliche Politik, deren Antrieb ein kulturelles und soziales Zusammenwachsen ist und die dazu beiträgt, dass mehr Freiheiten für die Menschen entstehen. Hierfür bedarf es einer Stärkung von parlamentarischen Strukturen, einer Orientierung an den Menschen-, Kinder- und Arbeitsrechten sowie einer Kontrolle der globalisierten Wirtschaft. Lokale und globale Zusammenschlüsse müssen ihren Beitrag zu einem gerechteren Miteinander leisten.

Die internationale Arbeit der KjG wird vom Internationalen Ausschuss gestaltet. Seine Mitglieder vertreten die KjG in der fimcap (siehe weiter unten) und planen spannende Angebote und Aktionen zu internationalen Themen. So veranstaltete der IA beispielsweise 2019 eine Bildungsreise zu unserem Partnerverband Ateitis in Litauen und plant für den 11. – 13. März 2022 ein jugendpolitisches Seminar.

 Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der internationalen Vernetzung von KjG-Ortsgruppen und Diözesanverbänden.

Internationale Klimapolitik

Die Folgen des Klimawandels sind in vielen Lebensbereichen bereits zu spüren und eine fundamentale Herausforderung für unseren Planeten. Klimapolitik kann deshalb nicht nur auf nationaler Ebene stattfinden, sondern muss auf internationaler Ebene betrachtet werden. Der IA hat sich deshalb in den Jahren 2020-2022 die internationale Klimapolitik als Schwerpunktthema gesetzt. Sowohl in der KjG als auch zusammen mit unseren fimcap-Partnern weltweit haben wir uns dazu mit Beschlüssen klar positioniert.

Vom 11. bis 13. März 2022 veranstaltet der IA dazu ein jugendpolitisches Seminar, das ca. 30 Jugendlichen zwischen 16 und 27 Jahren die Gelegenheit geben wird, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. Gemeinsam wollen wir uns im Gespräch mit internationalen Organisationen, NGOs und in einem Planspiel mit den Herausforderungen globaler Klimapolitik auseinandersetzen.

Vernetzung

In einigen Gemeinden und Diözesen gibt es bereits seit Jahren internationale Kontakte, während andere gerne internationale Kooperationen aufbauen möchten. Der IA kann dabei unterstützen, Erfahrene und Einsteiger zu vernetzen und ihnen Tipps und Tricks zu internationalen Aktionen an die Hand zu geben. Dazu wurden bereits zwei Online-Seminare veranstaltet und einige Hilfen entwickelt.

Wenn auch ihr Interesse in diesem Bereich habt und Unterstützung möchtet, könnt ihr gerne per Mail Kontakt aufnehmen.

Vertretung in der fimcap

Die Vertretung der KjG in der fimcap übernimmt der internationale Ausschuss (IA). Die Mitglieder des IA nehmen an den Bureau Meetings der fimcap Europe und der alle drei Jahre stattfindenden Weltversammlung (General Assembly) teil, um dort die Sicht der KjG einzubringen. Zudem sammeln sie Informationen zu internationalen Veranstaltungen für euch und bearbeiten Themen im Zusammenhang mit internationaler Jugendarbeit.

Zum Beispiel: Alle drei Jahre veranstaltet unser internationaler Dachverband, die fimcap, ein Worldcamp für Gruppenleiter*innen zwischen 20 und 30 Jahren. 2022 ist Chiro Botswana Gastgeber und lädt uns ein, eines der faszinierendsten Länder Afrikas zu entdecken. Mehr Informationen zum Worldcamp 2022 hier.

Mehr über unseren internationalen Dachverband erfährst du hier.

Feindliche Grenzen, blutige Kriege, Zerstörung ganzer Landstriche – das alles ist für uns als KjGler*innen und EU-Bürger*innen meist nur Wissen aus familiären Erzählungen oder dem Geschichtsunterricht. Geboren aus der Idee eines friedlichen Europas und gegenseitiger wirtschaftlicher Absicherung, ist die EU für uns Heimat. Eine Heimat, die „die Vielfalt der Kulturen, Religionen und Sprachen“ achtet. Daran erinnert der Europatag am 09.Mai. Die KjG feiert den europäischen Gedanken. Und so steht es im Artikel 22 der EU-Grundrechte-Charta festgeschrieben. Diese zu achten und dafür zu sorgen, dass sie nicht ausgehöhlt werden, ist die Aufgabe ihrer Hüter*innen (also Politiker*innen/Verantwortliche/…) und Inhaber*innen.

Wir als KjG beobachten mit Sorge, dass in diesen aufreibenden und teils unplanbaren Zeiten der Corona-Pandemie inner-europäische Grenzen abgeschottet werden, Menschen auf der Flucht aus dem Blick der öffentlichen Wahrnehmung geraten, Hilfen für sie ganz eingestellt werden und Menschen und Gruppen voneinander isoliert werden.

Europa braucht wachsame Bürger*innen

Wir sind und bleiben wachsam und fordern ein, dass keine*r zurückgelassen wird. Europäische Solidarität verlangt unserer Überzeugung nach zum einen, dass wir gemeinsam als Gesellschaft Verantwortung füreinander übernehmen und solidarisch die Einhaltung temporärer Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mittragen. Europäische Solidarität fordert aber zum anderen auch, dass unsere Rechte so bald als möglich wieder vollumfänglich hergestellt werden. „Die Unionsbürgerinnen und Unionsbürger haben das Recht, sich im Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten frei zu bewegen und aufzuhalten“, so steht es in der EU-Charta und das muss nach der Pandemie ohne Einschränkungen auch wieder gelten. Bereits im aktuellen Geschehen muss dafür Sorge getragen werden, dass die Idee Europa nicht verloren geht. Es braucht solidarische Bekenntnisse zur gemeinsamen Krisenabwehr. Die Aushöhlung demokratischer Strukturen unter dem Deckmantel von Notstandsgesetzen – wie sie zum Beispiel in Polen und der Ukraine zu beobachten sind – darf von den Verantwortungsträger*innen nicht toleriert werden. Verbrechen gegen die Menschlichkeit müssen konsequent verhindert werden.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie ist zu achten und zu schützen“, lautet der erste Artikel der EU -rundrechte-Charta – das gilt selbstverständlich auch für Menschen auf der Flucht. Für uns ist die gottgeschenkte Würde jedes Menschen maßgebend.

Europa bleibt gesund durch Veränderung

Auch die Veränderung des Klimas muss für uns als globale Krise behandelt und gemeinschaftlich bewältigt werden. Europäische Leichtfertigkeit in Bezug auf die Umwelt verursacht zunehmend Fluchtgründe. Dem können und müssen wir gemeinsam entgegensteuern.

Wir fordern die Stärkung parlamentarischer Strukturen, die Orientierung an Kinder-, Menschen- und Arbeitsrechten sowie eine Kontrolle der globalisierten Wirtschaft. Dazu gehören auch Veränderungen in der Struktur der Entscheidungswege innerhalb der Europäischen Union, das EU-Parlament muss weitreichendere Entscheidungskompetenzen erhalten. Europa- und Weltpolitik müssen dazu beitragen, dass mehr Freiheiten und Sicherheiten für alle Menschen entstehen.

Die EU erneuert sich stetig durch die Jugend

Europa wächst aus der Jugend heraus durch wahrhaftige Kontakte, gemeinsames Erleben, Lernen und Arbeiten. Internationale und europäische Arbeit sowie Freiwilligendienste und Austauschformate sind für uns elementare Bestandteile demokratischer Bildung. Bereits jetzt, aber besonders im Nachgang der Pandemie, müssen Institutionen, die internationalen Bildungsaustausch ermöglichen, gestärkt und mit den notwendigen Ressourcen ausgestattet bleiben.

Europa muss die aktuell vorhandenen Verwerfungen überwinden. Dies kann nur gelingen, wenn sowohl soziale wie wirtschaftliche Zusammenarbeit für alle gewinnbringend gestaltet wird. Dafür darf nicht nur der europäische Binnenmarkt relevante Nenngröße sein; dieser muss so ausgelegt sein, dass das Wohl aller Menschen ebenfalls dabei konsequent verfolgt wird. Darin liegt auch für Europa die Chance, unser gemeinsames Wirtschaftssystem zu überdenken.

Als junge Christ*innen verstehen wir uns als Europäer*innen, die die friedliche und freiheitliche Idee Europas leben. Wir wollen diese Idee gesichert und langfristig geschützt wissen. Deshalb fordern wir mehr Investition in grundlegend menschenrechtsorientierte Rahmenbedingungen innerhalb der EU.

Siehe dazu auch:
„Die Welt in Kinderhände!“ – Das kinder- und jugendpolitische Grundlagenpapier der KjG (2019)

„Keine Krise der Humanität“ – Stellungnahme der KjG-Bundesleitung zu gesellschaftlichen Herausforderungen in Zeiten der Corona-Pandemie (04.04.2020)

9. Mai Europatag – Die KjG feiert den europäischen Gedanken Pressemitteilung (06.05.2021)