Thomas Morus als Verbandspatron – kritisch bleiben, inspiriert handeln

Beschluss der Bundeskonferenz 2026

Die KjG hält an Thomas Morus als Verbandspatron fest – aber nicht unkritisch.  Die Bundeskonferenz 2026 beschließt eine reflektierte, differenzierte Haltung: Positiv hervorgehobene Aspekte wie seine Gewissenstreue, seine humanistischen Ideale einschließlich der Bildung aller Geschlechter, sein Humor und die Wirkung seines Werkes „Utopia“ bleiben wichtige Bezugspunkte für KjGler*innen.  Gleichzeitig werden bisher ausgeblendete Seiten betont, etwa seine herabwürdigende Haltung gegenüber der Reformation und die Verfolgung von sogenannten Häretiker*innen bis hin zu Hinrichtungen.

Der Beschluss macht deutlich, dass auch das starre Festhalten an reformbedürftigen kirchlichen Strukturen Teil des kritischen Blicks auf Thomas Morus ist.  Zugleich thematisiert die KjG die Schwierigkeiten eines zeitgemäßen Zugangs zu Heiligen und Patronaten und bestärkt ihre Praxis, vielfältige Gottes+bilder, Vorbilder und Heilige in spirituellen Räumen sichtbar zu machen.  Um eine eigene Haltung zu Thomas Morus zu ermöglichen, will die KjG Materialien, geistliche Impulse und Informationen bündeln und über die Homepage sowie eine Social-Media-Kampagne zugänglich machen.

Hier geht es zum Beschluss: Beschluss Antrag 6: Thomas Morus als Verbandspatron