
Medienkompetenz: Plattformregulierung statt Verbote
Beschluss der Bundeskonferenz 2026
In der Debatte um Social Media für Kinder und Jugendliche stellt sich die KjG klar gegen pauschale Verbote und setzt auf sichere digitale Räume und starke Regulierung der Plattformen. Der Beschluss „Medienkompetenz: Plattformregulierung statt Verbote“ betont: Kinder und Jugendliche haben nicht nur ein Recht auf Schutz, sondern auch ein Recht auf Teilhabe – ausdrücklich auch in digitalen Räumen. Vor dem Hintergrund der Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026“, die hohe gesellschaftliche Belastungen für junge Menschen zeigt, fordert die KjG digitale Orte, die Austausch, Information und Unterstützung ermöglichen, statt sie zu versperren.
Von der Politik erwartet die KjG u.a. ein Verbot manipulativer „Dark Patterns“ und süchtig machender Designs, konsequente Umsetzung des Digital Services Act, niedrigschwellige Meldemöglichkeiten sowie gestärkte Strafverfolgung bei Verstößen. Medienkompetenz und Medienbildung sollen systematisch ausgebaut werden – für Kinder und Jugendliche ebenso wie für Erziehungsberechtigte und Bildungseinrichtungen. Die KjG verpflichtet sich außerdem, ihre Position aktiv in Politik, Kirche und Gesellschaft einzubringen, digitale Lebenswelten im Schwerpunktthema „psychische Gesundheit“ mitzudenken, eine Handreichung zum Umgang mit Smartphones und Social Media in der KjG-Arbeit zu erarbeiten und die eigene Social-Media-Nutzung kritisch zu reflektieren.
Hier geht es zum Beschluss: Beschluss Antrag 8: Medienkompetenz und Plattformregulierung satt Verbote – Kinder und Jugendliche brauchen sichere digitale Räume!