Aktuelle Berichte

Was passiert in der Konferenz? Worüber wird debattiert, was wird beschlossen? Unsere Korrespondent*innen halten euch auf dem Laufenden.

Hier könnt ihr euch durch die Tagesberichte über die Ergebnisse der Buko 2017 informieren:

Die Bundesleitung eröffnet die Bundeskonferenz 2017. In ihrem Statement zur Eröffnung der Konferenz betont die Bundesleitung, dass die KjG weiterhin für eine Weltgemeinschaft kämpft, die offen, vielfältig und bunt ist. Trotz vermehrter Bedrohungen unserer Gesellschaften durch Terrorismus, Umweltverschmutzung und Ausbeutung sowie Krieg um Rohstoffe, Macht und Einfluss wollen die Mitglieder nicht klein beigeben, sondern erst recht all ihre Kreativität, Toleranz und ihren Mut aufbringen, damit alle Menschen und auch zukünftige Generationen in einer freien und friedlichen Welt, wie sie uns von Gott geschenkt wurde, leben können.

Nach Abhandlung der Formalia wird der Rechenschaftsbericht der Bundesleitung besprochen.  Hier wird von der Konferenz besonders die vor zwei Wochen stattgefundene Großveranstaltung DenkMal! in Gelsenkirchen vom Plenum gelobt, da sie u.a. das KjG-Thema Frieden und Gerechtigkeit gut platziert und für Teilnehmer*innen erlebbar gemacht hat.. Anschließend kommt es zur Besprechung der BDKJ-Hauptversammlung sowie zum Appell, die Leitlinien des Verbandes in der eigenen Pfarrei und/oder Diözese hochzuhalten. Beim abendlichen Konferenzteil gibt es Lob für die Umsetzung vergangener Veranstaltungen der fimcap, dem internationalen Dachverband katholischer Jugendverbände. Aus den Reihen der Teilnehmer*innen wird zudem auf verbleibende Ressourcen für kommende fimcap-Events verwiesen.

Am Abend folgen noch zwei Veranstaltungen. Bei der Einführung in die Finanzen des Bundesverbandes gibt es für alle interessierten Informationen rund um den Haushalt. Aber auch die Konferenzneulinge werden für die kommenden Tage vorbereitet: Die Einführung bietet alle Informationen rund um die Geschäftsführung von Vormittag bis zum frühen Morgen. Abschließend bittet die Region Mitte zum Brunnenfest.

Donnerstagvormittag

Am Donnerstagvormittag wird der zweite Teil des Rechenschaftsberichtes der Bundesleitung vorgestellt. Besonders interessieren sich  die Delegierten im Bereich Markenbildung und Kommunikation, welche Zielgruppe der Bundesverband durch welche Kanäle erreicht. Auch die Organisation der Bundesebene  von zentralen Podien für den kommenden Katholikentag Münster wurde angekündigt. Danach folgt der Bericht des Bundeswahlausschusses.
Zudem werden folgende Satzungsänderungen beschlossen:
Antrag 1: Aufnahme von Delegationen in die Satzung - Die gängige Praxis, dass die Bundeskonferenz Delegationen zu Zwecken der Stimmrechtwahrnehmung auf Versammlungen z.B. des BDKJ oder der fimcap entsendet, wurde nun auch in die Satzung aufgenommen.
Antrag 3: Änderung der Satzung und Geschäftsordnung: Nachrückverfahren – Wenn mehr Personen in Delegationen gewählt werden, als Ämter dort zu besetzen sind, sind sie gewählte Nachrücker*innen und werden in absteigender Reihenfolge anhand ihrer Ja-Stimmen nachrücken.
Antrag 4: Ersatzdelegierte auf der Bundeskonferenz: Zur Bundeskonferenz können die Diözesanverbände bis zu zwei Gäste mitbringen.
Nach dem Mittagessen wird der Markt der Möglichkeiten eröffnet, auf dem die KjG-Diözesanverbände ihre aktuellen Aktionen und Kampagnen vorstellen und eine erstaunliche Fülle hochwertiger KjG-Devotionalien vom Seelenbohrer-Rucksack bis zum Brotzeit-Brettchen präsentieren. Außerdem gibt es vom Verwaltungsrat eine Info-Veranstaltung zu seinen Aufgaben .


Donnerstagnachmittag

Am Nachmittag stehen zunächst einige Satzungs- und Geschäftsordnungsanträge an. Zunächst wird die Geschäftsordnung dahingehend geändert, dass bei einer Gleichheit der Ja-Stimmen im zweiten Wahlgang, dieser so oft wiederholt wird, bis auf eine*n der Kandidat*innen mehr Ja-Stimmen entfallen als auf die*den andere*n. Damit soll verhindert werden, dass bei einer anhaltenden Pattsituation keine*r der Kandidat*innen gewählt ist.

Nach den Satzungs- und Geschäftsordnungsänderungen berichtet die Arbeitsgruppe Mitgliedergewinnung und -pflege (AGM). Dieses Jahr sind im Rahmen des Projektes „KjG UND DU“ bis heute elf Förderanträge eingetroffen; zwei davon betrafen Neugründungen. Zum Ende diesen bzw. zu Beginn des kommenden Jahres wird es eine Auswertung des Projektes geben.

Im Anschluss an den Bericht wird darüber diskutiert, wie die Zukunft des Themenbereichs Mitgliedergewinnung und -pflege aussehen soll. Eine Begleitung der 72-Stunden-Aktion des BDKJ mit Fokus auf die Mitgliederpflege wäre möglich.

Als nächstes werden die 2011 beschlossenen Handlungsfelder thematisiert Dazu werden der Konferenz Fragebögen ausgeteilt. Die Ergebnisse sollen in Form eines Leitbildes dazu dienen, die Aufgaben und Zuständigkeiten des Bundesverbandes besser verstehen und nachvollziehen zu können.

Zudem wird der Beschluss gefasst, dass sich die KjG an der Durchführung der U18 Wahl im Vorfeld zur Bundestagswahl 2017 beteiligt. Die Materialien zur Vorbereitung, Information und Werbung sollen auf Wunsch der Delegierten möglichst zeitnah zur Verfügung gestellt werden.

Der Antrag 6: „Positionspapier: Wahlrecht ohne Altersgrenze“ wird andiskutiert, aber dann auf Sonntag früh verschoben.

 

Donnerstagabend

 Am Donnerstagabend steht ein Punkt auf dem Programm, der den meisten Teilnehmer*innen schon von vorhergegangenen Bundeskonferenzen und -Räten bekannt ist: Die Einführung der Mitgliedsdatenbank (MiDa) auf Bundesebene. Damit diese dem Zeitplan entsprechend Anfang 2018 passieren kann, müssen noch verschiedene Fragen geklärt werden: Eine Umfrage unter allen anwesenden Diözesanverbänden ergibt, dass sich die Mehrheit der DVs an der MiDa beteiligen wird, wenn diese von der Bundesebene organisiert wird und die Lizenzen zunächst gemietet werden können.

Anschließend steht wieder ein Antrag auf der Tagesordnung. Nach einer Diskussion über die konkrete Ausgestaltung einer solchen wird die Einrichtung einer Beitragskommission einstimmig angenommen. Die sechsköpfige Kommission, deren Mitglieder am Samstag gewählt werden, hat die Aufgabe, bis zur Bundeskonferenz 2018 die Weiterentwicklung des Bundesebenenbeitrages auszugestalten. 

Dank der im Laufe des Tages stetig größer gewordenen Anzahl an Trachten-tragenden Konferenzteilnehmer*innen, können dann auch Konferenzneulinge erahnen, welcher Programmpunkt nach Ende des offiziellen Teiles anstand: der Bayern-Abend.

 

 

Freitagvormittag

Der Konferenzteil am Freitagvormittag startet mit dem Studienteil zum Thema Geschlechtervielfalt. Lenus Winkelmann von der NRW-Fachberatungsstelle für sexuelle / geschlechtliche Vielfalt & Jugendarbeit „gerne anders!“ führt zur Orientierung in das Thema ein und referiert über Geschlechtsrollen und Geschlechtsidentitäten. In einer Methodenarbeit schlüpfen die Konferenzteilnehmer*innen in eine Transidentität und stellen sich Alltagssituationen von „ich kann ohne Ängste zur Schule gehen“ über „ich kann in jedem Land Urlaub machen, auf dass ich Lust habe“ bis zu „ich kann später heiraten wen ich will“. Jan Gloger aus dem Diözesanverband Essen ist überrascht, wie viele Fragen sich plötzlich für ihn stellen: „Für mich war das sehr spannend, da ich bei vielen alltäglichen Problemen gar keine Berührungspunkte zum Thema Geschlechtsidentität vermutet hätte.“

Danach wird der Konferenz der Antrag „Geschlechtervielfalt in den Strukturen“ zum Beschluss vorgelegt und angenommen. Aufhänger dieses Antrages ist die Frage, wie die KjG in ihren Strukturen Raum schaffen kann für Menschen, die sich nicht in das binäre Geschlechtersystem Mann/Frau einordnen können oder wollen. Die von der Bundeskonferenz vor zwei Jahren eingesetzte AG Geschlechtervielfalt hat zu dieser Fragestellung im Vorfeld Modelle erarbeitet. Im Prozess der Sammlung war ersichtlich geworden, dass ein Leitbild zum Thema Geschlechtervielfalt in der KjG für die weitere Arbeit benötigt wird. Rebekka Biesenbach, Geistliche Bundesleitung, erklärt: „Wir wollen mit dem Leitbild erst einmal unser Verständnis von Geschlechtervielfalt innerverbandlich klären. Das erarbeitete Leitbild können wir im nächsten Jahr auf der Bundeskonferenz in die Diskussion bringen und zum Beschluss vorlegen.“ Danach könne man auch wieder auf die von der AG erarbeiteten Modelle schauen und dort weitermachen.

Der angereiste Weihbischof Reinhard Hauke spricht ein Grußwort an die Konferenz, worin er die KjGler*innen auf die Wichtigkeit einer theologischen Ausformulierung des christlichen Menschenbildes hinweist: Sobald man sich in seiner Arbeit auf ebendieses bezieht, muss man es mit Genauigkeit und auch mit einem gewissen Selbstbewusstsein untermauern können. Außerdem appelliert er an die jungen Zuhörer*innen, sich kritisch mit politischen Parteien auseinanderzusetzen, welche christliche Vokabeln benutzen, ohne inhaltlich christlich zu sein: „Vieles hört sich christlich an, hat aber hat ein Geschmäckle.“ Bischof Hauke leitet anschließend mit einem Mittagsgebet zum Mittagsessen über.

Freitagnachmittag

Um Grundlagen und Ziele der KjG geht es am Freitagnachmittag. Nach langer inhaltlicher, grammatikalischer und redaktioneller Diskussion werden die Grundlagen und Ziele der KjG angepasst. Anschließend widmet sich die Konferenz der Beitragskommission und in welcher Art und wie zukünftig mit Mitgliedsbeiträgen umgegangen wird. Hierzu wird eine sechsköpfige Kommission eingerichtet, die sich im nächsten Jahr intensiv mit der Beitragsgestaltung befassen wird.

Als nächstes wird Antrag 7 über die Fortführung der seit 2009 bestehenden Verbandszeitschrift moxie diskutiert. Nach einer langen Antragsdebatte beschließt die Bundeskonferenz trotz des engagierten Einsatzes von einzelnen Diözesanverbänden und Mitgliedern des Redaktionsteams die Abschaffung der Zeitschrift zum 1.1.2018. Stattdessen soll im Rahmen eines neuen Öffentlichkeitsarbeitskonzeptes überlegt werden, wie Mitglieder vor Ort und Würdenträger erreicht werden können.

Als letzter offizieller Punkt der Bundeskonferenz am Freitag  folgt der Finanzbericht des Verwaltungsrates. Danach findet die Mitgliederversammlung von KjG e.V. statt, bevor das traditionelle freitägliche Grillen und der NRW-Abend eröffnet werden. 

Samstagnachmittag

 Der Samstagnachmittag stand ganz im Zeichen der Wahlen. Hier findet ihr eine Übersicht der Wahlergebnisse.

Wir bedanken uns bei allen Kandidat*innen, wünschen den Gewählten viel Erfolg in allen Ämtern und viel Spaß dabei, die KjG voranzubringen!

 

 

 

Nach dem Frühstück wird die Konferenz eröffnet. Aufgrund eines Rücktritts in dem gewählten Gremium wählt die Konferenz mit Timo Kindel (Freiburg) ein neues Mitglied in den Bundeswahlausschuss.

Darauf folgend wird der Antrag für Wahlrecht ohne Altersgrenze vom Plenum diskutiert. Hierbei wird besonders intensiv über die Formulierung des Beispiels für Partizipation von Kindern im Rahmen der Kinderstadt des Diözesanverbandes Köln debattiert. Nachfolgend beschließt die Konferenz als Ort für die nächste Bundeskonferenz im Jahr 2018 die Bildungsstätte Altenberg.

In der folgenden Reflexion der Bundeskonferenz wird angemerkt, dass die vollständigen Dokumente für die Konferenz im Vorhinein an die Delegierten und Stimmberechtigten verschickt werden sollten oder alternativ eine Information, wo diese zu finden sind.

Abschließend an die Bundeskonferenz wird der Bundesleitung und den Moderator*innen Annika Triller Felix Neumann mit stehenden Ovationen gedankt. Felix Neumann bekommt von seiner Kollegin noch den „Bundeslappen“ verliehen, den „Sonderpreis der Moderation für herausragendes politisches Engagement ohne jedwede Resonanz“. Außerdem dankt die Bundesleitung allen Menschen, die zum Gelingen der Bundeskonferenz beigetragen haben und beschließt die Versammlung.