Politische Arbeit – in und außerhalb der KJG – gehörte schon immer zum Selbstverständnis der KJG – für die einen mehr, für die anderen weniger. In der Diskussion um verbandliche Weiterentwicklung der KJG ist es deshalb wichtig, die einzelnen Handlungsfelder und Strukturen unserer politischen Arbeit zu definieren und zu entscheiden, wie diese ausgestaltet werden sollen und von welchen Ebenen sie zu bearbeiten sind.
Folgende Handlungsfelder wurden vom Beratungsausschuss benannt:
1. Aktuell reagieren
Als Kinder- und Jugendverband ist es uns wichtig, auf die aktuellen gesellschaftspolitischen Ereignisse zu reagieren und uns zu Wort zu melden. Die Entscheidung, zu welchen Themen wir uns äußern, wird dabei von den EntscheidungsträgerInnen (der jeweiligen Ebenen) getroffen, orientiert sich aber in der Regel an folgenden Kritierien:
- Betreffen die Ereignisse die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen?
- Ist es aus unserem christlichen Selbstverständnis heraus sinnvoll und notwendig, dass wir uns zu Wort melden?
- Ergibt es sich aus unseren Grundlagen und Zielen, dass wir uns zu den Ereignissen äußern?
2. Lobbyarbeit leisten / Interessensvertretung wahrnehmen
Kinderrechte und Kindermitbestimmung sind zentrale Inhalte der KJG. Von daher verstehen wir “Großen” uns als AnwältInnen der Interessen von Kindern und Jugendlichen. Daraus leitet sich die Zielsetzung ab, Lobbyarbeit für Kinder und Jugendliche zu leisten und deren Interessen in Kirche, Gesellschaft und gegenüber der Politik zu Gehör zu bringen.
3. Inhalte aufbereiten
Eher innerverbandlich ausgerichtet ist die Zielsetzung, zumeist komplexe Inhalte, zum Beispiel im Bereich der Umweltpolitik, so inhaltlich aufzubereiten, dass sie verständlich und nachvollziehbar werden. So kann zur Meinungsbildung beigetragen werden und der Anspruch verwirklicht werden, dem bzw. der Einzelnen Entscheidgunshilfen an die Hand zu geben.
4. Pädagogische / praktische Aktion
Über pädagogisch konzeptionierte, praktische Aktionen ist es der KJG möglich in der Breite – also im gesamten Bundesgebiet, zu politischen Themen Stellung zu nehmen. Beispiele aus der Vergangenheit hierfür sind “Schoko sucht Lade” zum Fairen Handel oder das aktuelle Klimaprojekt “Klima Cup”.
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