1 Ausgangssituation
- Die Power der KjG liegt faktisch bei den Diözesanverbänden (finanziell, personell, organisatorisch, Mitgliederwesen, Häuser, Büro…).
- Dies gilt zumindestens für die mittleren und die großen.
- Das heißt, die KjG kann auf Bundesebene nur dann Kraft entfalten, wenn die DVs dies wollen und aktiv unterstützen.
- Folglich sollte eine Struktur gefunden werden, die die Diözesanverbände – besonders die großen – auf Bundesebene strukturell einbindet.
2 Ansatz
Auf Bundesebene gibt es drei Gremien
- Buko
- BL
- BA
Wenn man bei diesen drei Gremien bleiben will, bietet sich eine Veränderung des BA am ehesten an. Dies könnte folgendermaßen aussehen:
- Alle DVs sind ab einer bestimmten Größe mit einem Sitz (wahrgenommen durch eine Diözesanleiterin oder einen Diözesanleiter) automatisch Mitglied im BA.
- Den „kleinen“ DV – unterhalb einer bestimmten Größe – werden Sitze vorbehalten, die durch Wahl bestimmt werden.
- Der BA hat mehrere Treffen im Jahr, insbesondere zur Vor- und Nachbereitung der Buko.
- Für jedes Jahr gibt es eine „Präsidentschaft“ im BA, die nach einem bestimmten System rolliert: Jeder Diözesanverband ist mal dran.
- Der Diözesanverband, der die Präsidentschaft hat, nimmt eine Reihe von Pflichten für den Bundesverband wahr. Diese könnten sein:
- Leitung des BA
- Durchführung der Buko
- Repräsentation des Bundesverbandes zusammen mit der BL
- Federführung bei Aktionen oder Projekten
- (…)
- Zusätzlich könnte eine „Troika“ gebildet werden, wie es sie bisher in der EU gab: Der DV, welcher die Präsidentschaft hat, jener, der sie im letzten Jahr hatte und der, welcher sie im nächsten Jahr haben wird. Damit wären drei Diözesanverbände in die Pflicht genommen, für den Bundesverband mitzuwirken.
- Vielleicht könnte sogar in den einzelnen DV eine Arbeitsteilung entwickelt werden: Jeder DV übernimmt bestimmte Themen oder Arbeitsgebiete für den gesamten Bundesverband.
3 Fazit
Mit diesem Modell würde die Bundesebene gestärkt und die KjG könnte in der BRD mehr Gewicht erhalten. Der gefährlich große Abstand zwischen Leitung und Basis, der bei allen großen Organisationen droht, würde dadurch verringert. Die Bundesleitung wird nicht abgewertet, weil es für sie immer noch genug zu tun gibt. Für einen DV (Präsidentschaft) bedeutet dies – befristet für ein Jahr – mehr Arbeit. Dies kann aber auch für die jeweilige DL eine Chance sein.
Meinrad Bumiller, 11. 1. 2010
Kommentar von Valentin
3 4. März 2010, 05:46 Uhr |
Ich finde diese Idee auch sehr sinnvoll. Eine der wichtigsten Ziele muss es sein, die Arbeit der Bundesebene noch über die BV hinaus zu intensivieren. Dies würde so gewährleistet werden, vor allem unter dem Gesichtspunkt der stärkeren Integration der DVs. Ich fände es allerdings wichtig, dass bei einer solchen Idee alle DVs, auch ohne Wahl, die Möglichkeit bekommen, in diesem Gremium mitzuwirken. Die Sitze sollten dann durchaus nach Mitgliederzahlen verteilt werden (Saarland hat auch weniger sitze im Bundesrat als Bayern, ist aber dennoch vertreten), jeder DV sollte aber mitwirken können.
Kommentar von AlexMS
2 23. Februar 2010, 16:06 Uhr |
Ich find die Idee gar nicht schlecht. Eine Bundesleitung wird trotzdem gebraucht, auch wenn es eine straffe Organisation gibt. Es gibt mit Sicherheit viele alltägliche Dinge, die von der BL erledigt werden, die nach außen aber nicht sichtbar werden. Das ist doch auf allen Ebenen so. Von daher glaub’ ich nicht, dass wir auf eine BL verzichten können.
Kommentar von johanna
1 19. Februar 2010, 12:10 Uhr |
Nette Idee. Bei einer straffen Organisation wäre das fast ohne BL möglich. Was dann benötigt würde wäre ein funktionierende “Bundesverwaltung”. Wäre ja auch eine Möglichkeit mal darüber nachzudenken, wie maches verschlankt werden kann.
Es sind ja auch nur Gedankenspiele…