1 Ansatz

Damit bei allen Akteuren auf der Buko ein Bewusstsein für die Ressourcen – für das was leistbar und was nicht leistbar ist – wächst, sollte sich die Buko jährlich mit dem Haushaltsplan für die Bundesebene beschäftigen.

Dazu gehören wenigstens zwei Teile:

  • Entgegennahme eines Finanzberichtes für das abgelaufene Jahr
  • Verabschiedung eines Budgetplans für das kommende Arbeitsjahr

Beide Dokumente sollten bestimmten Kriterien entsprechen, die heute Standard für Nonprofit-Organisationen sind:

  • Es braucht eine präzise Kosten-Leistungsrechnung, die zeigt, welche Leistungen auf Bundesebene (Produkt oder Projekt) welche Kosten verursachen.
  • Alle Kosten werden einem bestimmten Produkt (z.B. Besuch der BL bei Dikos) oder einem Projekt zugeordnet.
  • Die wichtigsten Kosten – Personalkosten – müssen ebenfalls den Produkten bzw. Projekten zugeordnet werden. Das bedeutet das Mitarbeiterinnen auf der Bundesebene ihre Arbeitszeit entsprechend dokumentieren.
  • Dies setzt voraus, dass die Arbeit auf Bundesebene durch Dienstleistungen/Produkte bzw. Projekte definiert wird und entsprechende Kostenstellen eingerichtet werden.
  • Kostenstellenplan und Budgetplan müssen die reale Arbeit der KjG widerspiegeln.
  • Die Finanzpläne müssen lesefreundlich, übersichtlich und für Finanz-Laien verständlich aufbereitet werden.

2 Umsetzung

Für das Vorgehen könnten folgende Schritte gegangen werden:

  1. Erarbeitung eines grundsätzlichen Budgetplans entsprechend der Tätigkeiten auf Bundesebene
  2. Einarbeiten der jeweiligen aktuellen Zahlen
  3. Diskussion im Bundesauschuss und Vorbereitung der Buko
  4. Versenden der Dokumente an die Delegierten der Buko
  5. Kurze prägnante Präsentation der Berichte auf der Buko (Diagramme)
  6. Diskussion und Beschlussfassung auf der Buko
  7. Umsetzung durch die Bundesleitung
  8. Laufendes Controlling durch den Bundesausschuss

3 Ergänzende Möglichkeiten

Ergänzend zu einer verbandsinternen Prüfung kann eine externe Prüfung durchgeführt werden (Wirtschaftsprüfer, Steuerberater).

Da es bei den Bukos jedes Jahr eine beträchtliche Anzahl an neuen Delegierten gibt, ist eine verantwortliche und nachhaltige Finanzpolitik möglicherweise erschwert. Zu überlegen wäre, ob man deshalb eine Art „Nachhaltigkeitsausschuss“ schafft, der die Buko bei Finanzen berät, vielleicht sogar eine Art Vetorecht hat. Darin sollten Personen vertreten sein, die voraussichtlich mehrere Jahre mitwirken können.

Meinrad Bumiller, 11. 1. 2010

Von Meinrad Bumiller, 11. Januar 2010, 23:54 Uhr

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Bisher 2 Kommentare zum Artikel

  1. Kommentar von johanna

    Grundsätzlich sollte bei der Diskussion zur Verbandsentwicklung noch mehr Transparenz im Vordergrund stehen. Tabus sollte es nicht geben, alles sollte hinterfragt werden. Zum Thema Kosten-Leistungsrechnung würde mich z.B. interessieren wie die –zig Besuche von Dikos zu Buche schlagen, welche Arbeitszeit eingesetzt wird und wie diese verrechnet und welche inhaltliche/administrative Arbeit dadurch nicht erledigt würde. Vielleicht kommt ja auch heraus, dass durch die Reduzierung von DIKO Besuchen jede menge (Personal-) Kosten gespart werden können. Wie schon gesagt, hier sollte es keine Tabus geben.

  2. Kommentar von PhSch

    Das hier beschriebene Anliegen (Bewusstsein schaffen für Ressourcen) teile ich voll und ganz! GUT.

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