Statement der KjG-Bundesleitung zur Bewegung "Fridays for Future"

„Nie hätte ich einer Sache zugestimmt, die gegen mein Gewissen wäre“

Kinder und Jugendliche seien unpolitisch, müssten noch viel lernen oder hätten eben nicht nur Rechte sondern auch Pflichten – Vorwürfe, mit denen oft über, jedoch nur selten mit Kindern und Jugendlichen gesprochen wird.

Die aktuellen gesellschaftspolitischen Ereignisse zeigen, dass Bildung funktioniert und junge Menschen sehr wohl größere Zusammenhänge verstehen. Sie sind politisch und haben kein Interesse, weiterhin alles still hinzunehmen. Die Anliegen junger Menschen werden von anderen Generationen und der Politik oft nicht bedacht oder vertreten. Durch die Initiative „Fridays for Future“ machen sie darauf aufmerksam, aktuell besonders auf den Erhalt der Schöpfung!

Im Gegensatz zu den Vorwürfen zeigen Kinder und Jugendliche durch ihre Proteste, dass sie vieles gelernt und verstanden haben:  Die vorhandenen Ressourcen unserer Welt sind endlich!  Unsere heutige Lebensweise zerstört den natürlichen Lebensraum und das in einer Geschwindigkeit, die jetzt schon spürbar ist, spätestens aber für die jungen und zukünftigen Generationen auch lebensgefährlich wird.

Sie haben auch verstanden, dass sie sich durch das Wählen von Parteien kein Gehör verschaffen können. Ein Großteil besitzt noch kein Wahlrecht und die älteren Generationen setzen oft andere Prioritäten und stehen nicht für ihre Anliegen ein.

Ein Streik zeigt nur dann Wirkung, wenn man ihn so umsetzt, dass er Aufmerksamkeit bringt und unbequem ist. Das haben die jungen Menschen verstanden. Was bringt dann ein Streik in ihrer Freizeit? Richtig: wohl nicht annähernd dieselben Reaktionen.  Ihr Einsatz für Themen wie: Solidarität, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Ökologie, Demokratie, gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit, für ein geeintes Europa sowie ihr Engagement im Bereich außerschulische Bildung und Freizeitgestaltung für andere Kinder und Jugendliche ist großartig.

Gelegentlich wird ihr Einsatz großzügig als löblich erwähnt, findet aber nur wenig Widerhall in der aktuellen Politik unseres Landes und vermittelt nur selten das Gefühl damit wirklich ernst genommen zu werden.

Junge Menschen sind politisch, finden sich aber in den meisten Parteiprogrammen nicht wieder und haben auch sonst nur wenige Menschen, die Lobbyarbeit für ihre Interessen betreiben. Als mündige Bürger*innen nehmen sie ihre Pflicht wahr, auf Missstände aufmerksam zu machen, indem sie für eine verträgliche Klimapolitik demonstrieren. Unser Land sichert Kindern und Jugendlichen Rechte zu, reglementiert und kommentiert aber laut sobald sie dabei unbequem werden.

„Nie hätte ich einer Sache zugestimmt, die gegen mein Gewissen wäre“, so lautet eines der Zitate unseres Verbandpatrons, Thomas Morus, und damit einer unserer Verbandsleitsprüche. Aus diesem Grund setzen wir uns für eine solidarische, gerechte und nachhaltige Welt, Gesellschaft und Politik ein! Und damit nicht genug: deshalb fordern wir ein Wahlrecht ohne Altersgrenzen, eine Politik, die Generationengerechtigkeit mitdenkt und Kinder und Jugendliche mit ihren Rechten und Anliegen ernst nimmt!

Genau deshalb finden wir großartig, was die jungen Menschen da tun! Sie stehen für ihr Gewissen, ihre Werte und Ideale ein und verschaffen sich und ihren Anliegen Gehör. Ihre Anliegen sind solche, die uns alle angehen! Aus diesem Grund solidarisieren wir uns als KjG mit allen Schüler*innen, die sich mit #fridaysforfuture für eine gerechtere Welt einsetzen und fordern Menschen allen Alters auf, sich gemeinsam für eine zukunftsfähige (Klima-)Politik stark zu machen.


Statement der KjG-Bundesleitung

(501 Wörter)


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Internationaler Frauentag

Heute ist Internationaler Frauentag und ein guter Zeitpunkt die Forderungen der Frauen in den Mittelpunkt zu stellen.
Plakat der Frauenbewegung. Quelle: Wikimedia/Karl Maria Stadler, gemeinfrei.

In diesem Jahr jährt sich ein ganz besonderes Ereignis zum hundertsten Mal: Im Jahr 1918 wurde das Frauenwahlrecht eingeführt- es wurde endlich Realität. Auch die KjG setzt sich seit ihrer Gründung vor fast 50 Jahren kontinuierlich für die Gleichberechtigung der Geschlechter und eine gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen inner- und außerhalb des Verbandslebens ein.

Das diesjährige weltweite Thema zum Internationalen Frauentag lautet übrigens #PressforProgress. Was macht ihr, damit das Ziel Gleichberechtigung der Geschlechter endlich vollends Realität wird?

Mehr Infos zur Kampagne unter: https://www.internationalwomensday.com/Theme

#gleichberechtigungdergeschlechter #gleicherechtefüralle #frauenwahlrecht